PHUKET/SUVARNABHUMI – Ermittler des Department of Special Investigation (DSI) haben einen Ausländer am Flughafen festgenommen. Der Mann soll mit thailändischen Strohmännern ein lukratives Geschäft mit Luxusvillen in Phuket betrieben haben. Jetzt droht ihm eine Anklage wegen illegaler Geschäftspraktiken.
Zugriff am Flughafen
Am Mittwoch, dem 8. Juni, klickten für Mr. Ajid die Handschellen. Beamte des DSI-Überwachungszentrums und der Einwanderungspolizei griffen ihn am Flughafen Suvarnabhumi ab.
Grundlage war ein Haftbefehl des Strafgerichts vom 21. April 2026. Der Nachname des Beschuldigten wurde von den Behörden zurückgehalten.
Verdacht: Strohmann-Geschäfte mit Luxusvillen
Die Ermittler werfen Mr. Ajid vor, den Foreign Business Act ausgehebelt zu haben. Über thailändische Staatsangehörige soll er die Kontrolle über Firmen verschleiert haben, die offiziell nur Thais gehören dürfen.
Die Firmen vermieteten Luxus-Poolvillen an Urlauber. Laut DSI agierte der Festgenommene dabei als Direktor und Anteilseigner in einem Bereich, der Ausländern gesetzlich strikt verboten ist.
Rechte per Video gesichert
Bei der Festnahme liefen durchgehend Kameras und Mikrofone mit. Das DSI hielt sich damit an das Gesetz zur Verhinderung von Folter und erzwungenem Verschwindenlassen, das eine lückenlose Aufzeichnung während der Ingewahrsamnahme vorschreibt.
Die Beamten belehrten den Verdächtigen zudem über seine Rechte, bevor sie ihn an die Ermittler der Abteilung für Sicherheitsfälle übergaben.
Behörden sehen nationale Sicherheit bedroht
Der Fall ist für das DSI ein „Special Case“. Die Abteilung für Sicherheitsfälle führt die Ermittlungen wegen der wachsenden Besorgnis über getarnte Firmenkonstrukte.
Solche Strohmannstrukturen untergraben nach Angaben der Beamten die nationale Sicherheit und verzerren das thailändische Wirtschaftssystem erheblich.
Anklage steht kurz bevor
Die Vorwürfe lassen Mr. Ajid nicht mehr los. Das DSI bestätigte, dass der Beschuldigte an diesem 9. Juli 2026 an die Staatsanwaltschaft für Sonderfälle überstellt wird.
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Dort muss er sich dann formell wegen der Verstöße gegen das Ausländer-Unternehmensgesetz verantworten.



Jahrzehntelang geduldete illegale Nominee-Strukturen gefährden heutzutage die „Nationale Sicherheit“ und „verzerren das thailändische Wirtschaftssystem erheblich“. Aha!
Es wäre doch mal interessant was aus den beschlagnahmten Grundstücken und Villen wird, bzw. geworden ist. Die verschwinden ja nicht mit der Verhaftung der ausländischen Beschuldigten. Aber ich denke das wird ganz still und leise, wie auch immer abgehandelt. Über Strafverfahren gegen die thailändischen Strohmänner ist bislang ebenfalls wenig bis nichts zu lesen gewesen. Seltsam wo die doch genauso die „Nationale Sicherheit“ und das „thailändische Wirtschaftssystem erheblich verzerrt“ hätten. Komisch irgendwie, oder?