Update: U-Bahn-Tunnel in Bangkok – Leck bringt Boden zum Absacken

Boden unter Bangkok sackt ab: Wasserleck im U-Bahn-Tunnel könnte Häuser zum Einsturz bringen. Erste Erfolge? Noch keine Entwarnung!

Update: U-Bahn-Tunnel in Bangkok - Leck bringt Boden zum Absacken
Matichon

BANGKOK – Am Samstag erreichten die Notfallmaßnahmen am Wongwian Yai eine kritische Phase: Eine Fußgängerüberführung wurde abgerissen, schweres Gerät rückte an und die Behörden kämpfen weiter gegen einen gefährlichen Wassereinbruch in den Purple-Line-Tunnel. Die Bodenabsenkungen beschädigten Gebäude, sodass die Stadtverwaltung Bangkok sie sperrte. Während die Ingenieure erste Anzeichen einer Stabilisierung sehen, bleibt die Krise akut; 105 Anwohner suchten bereits Hilfe.

Brückenabriss am Samstagmorgen: Druck vom instabilen Boden genommen

Die Fußgängerüberführung über den Wongwian Yai wurde in der Nacht abgerissen. Die Arbeiten endeten gegen 7 Uhr morgens. Danach entfernten Kräfte die Trümmer und räumten Platz für schwereres Gerät.

Laut Behörden verringerte der Abbau der Brücke den Druck auf den geschwächten Untergrund. Sofort konnten Bagger und Bohrgeräte in den Arbeitsbereich vorstoßen. Dadurch beschleunigte sich der Notfalleinsatz.

Hintergrund: Wassereinbruch in den Purple-Line-Tunnel löste die Krise aus

Der Vorfall betrifft das Projekt Purple Line South zwischen Tao Poon und Rat Burana, konkret Vertrag 4 zwischen Saphan Phut und Dao Khanong. In der Nähe von Wongwian Yai drang Grundwasser in den Tunnel und ließ den Boden absacken.

Die Senkungen beschädigten umliegende Gebäude und zwangen die Bangkok Metropolitan Administration, deren Nutzung zu untersagen. Schweres Gerät musste her, um den Tunnel zu sichern und weitere Schäden zu verhindern.

170 Kubikmeter Chemikalien in den Untergrund gepresst

Bauunternehmer injizierten bereits etwa 170 Kubikmeter chemisches Material und Zement in den Boden. Die Stoffe verfestigen die geschwächten Schichten und blockieren Wasserwege rund um den Tunnel.

Zusätzlich schlossen die Ingenieure die Zementverpressung in einer Tiefe von 37 Metern an einer kritischen Stelle ab. An vier weiteren Sickerstellen liefen die Abdichtungsarbeiten am Samstag weiter.

Stabilisierung zeigt Wirkung: Wasserzufluss im Tunnel geht zurück

Die unterirdischen Messungen lieferten ermutigende Ergebnisse. Das in den Tunnel eindringende Wasser nahm im Vergleich zum Freitag ab. Die Pumpen, die Wasser aus der Baugrube entfernen, konnten daraufhin gedrosselt werden.

Der Direktor des Bezirks Thonburi, Dechathorn Saengamnat, sprach von einer erfolgreichen ersten Eindämmung. Der Wasserpegel blieb stabil und die Bewegung der Straßenoberfläche verlangsamte sich deutlich. Die Ingenieure bleiben jedoch vorsichtig.

Rund-um-die-Uhr-Überwachung: Sensoren messen jede halbe Stunde

Jedes Bauwerk im Umkreis von 30 Metern um die Baustelle wird ständig überwacht. Geräte zur Messung der Gebäudeneigung zeichnen alle 30 Minuten neue Werte auf. Bisher zeigen die Daten eine abnehmende Bewegung.

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Auch die Bodensenkungen unter der Straße werden zunehmend stabiler. Trotzdem halten die Trupps die intensive Beobachtung aufrecht. Es wurden keine weiteren Gebäudesetzungen festgestellt.

Straßensperren bleiben: Prachathipok Road zwischen Ban Khaek und King-Taksin-Denkmal dicht

Die Verkehrsbeschränkungen rund um Wongwian Yai bleiben in Kraft. Die Prachathipok Road ist zwischen Ban Khaek Intersection und dem König-Taksin-Denkmal gesperrt. Behörden haben noch keinen Termin für die Wiedereröffnung genannt.

Durch die Sperrung sollen Erschütterungen des geschwächten Bodens durch Fahrzeuge vermieden werden. Die Maßnahme gilt bis die Ingenieure den Untergrund für stabil erklären. Sichtbare Risse in der Fahrbahn werden unabhängig von den Tunnelarbeiten beobachtet.

105 Anwohner suchen Hilfe – 32 noch unerreicht

Am Samstagnachmittag hatten bereits 105 betroffene Anwohner das Hilfszentrum am King-Taksin-Monument aufgesucht. Die BMA hatte zuvor die Nutzung nahegelegener Gebäude als gefährlich eingestuft und verboten.

Einige Anwohner kamen vorübergehend bei Verwandten unter, andere nahmen das Angebot des Bauunternehmers für eine Ersatzunterkunft an. 32 Personen, die ebenfalls eine Unterkunft erhielten, waren bis dahin noch nicht kontaktiert worden. Die Bauunternehmer versuchen, sie zu erreichen.

Bezirksamt spricht mit Hochrisiko-Bewohnern – keine neuen Evakuierungen

Beamte trafen sich mit Bewohnern von Gebäuden mit höherem Risiko und erläuterten die technische Lage. Sie baten die Menschen, entweder freiwillig zu evakuieren oder ihre Immobilien auf neue Risse zu prüfen.

Weitere Evakuierungsanordnungen über die bestehenden hinaus erließ das Bezirksamt nicht. Die Überwachungszone von 30 Metern bleibt bestehen. Die BMA untersagte das Betreten der gefährdeten Gebäude bis auf Weiteres.

Kein Zeitplan für das Ende des Notstands: Arbeiten gehen weiter

Es gibt keinen festen Zeitplan für das Ende der Notfallphase. Die Ingenieure beurteilen die Lage weiterhin, während die Stabilisierungsarbeiten und die Überwachung rund um die Uhr laufen. Das Ziel bleibt, den Tunnel zu sichern und die Stabilität unter dem Wongwian Yai wiederherzustellen.

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Quelle: Thai Examiner

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