Chaos am Suvarnabhumi: Flughafen droht Rekord-Warteschlange (Video)

Stundenlanges Warten und eine kilometerlange Schlange empören Reisende. Werden Sicherheitschecks oder grobe Fehlplanung zum Debakel für den Anspruch Thailands, ein Weltklasse-Drehkreuz zu sein?

BANGKOK – Ein Video von endlosen Warteschlangen am Suvarnabhumi Airport schlägt in den sozialen Netzwerken hohe Wellen. Ausländische Passagiere mussten am Wochenende zwischen drei und vier Stunden bei der Einwanderungskontrolle ausharren. Ein Facebook-Nutzer spricht von der „längsten Schlange der Welt“ und stellt die Drehkreuz-Ambitionen des Flughafens massiv infrage.

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Kilometerlange Schlangen und sarkastisches Lob

Der am 11. Juli veröffentlichte Clip zeigt, wie sich die Menge der Wartenden nach Angaben des Autors über etwa einen Kilometer durch die Ankunftshalle zieht. Der Facebook-Nutzer kommentierte das Chaos mit beißendem Spott und gratulierte dem Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AOT) ironisch zu diesem Rekord.

Sollten die Ranking-Agentur Skytrax oder das Guinness-Buch der Rekorde jemals eine solche Kategorie einführen, würde Suvarnabhumi die Vorreiter Changi, Doha und Narita mit Leichtigkeit deklassieren, schrieb er. Als Thailänder sei er selbst zügig durch die Kontrolle gekommen, während Touristen stundenlang feststeckten.

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Kritik an Sicherheitsausreden

Nachdem der Beitrag viral ging, legte der Autor mit einer ernsteren Analyse nach. Er wies die Behauptung zurück, dass die Staus lediglich auf strengere Einwanderungskontrollen zurückzuführen seien. Führende Flughäfen weltweit bewiesen täglich, dass hohe Sicherheitsstandards und zügige Abfertigung kein Widerspruch sind.

Die quälend langen Wartezeiten spiegelten vielmehr ein eklatantes Missmanagement beim Passagierdurchsatz wider. Es gehe nicht um mehr Sicherheit, sondern um einen chronischen Mangel an Effizienz in den Abläufen.

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Wer trägt die Verantwortung?

Der Verfasser entlastete zum Teil sogar die oft kritisierte Einwanderungsbehörde. Zwar hätten womöglich nicht genügend Beamte an den Schaltern gesessen, doch die Hauptschuld liege beim Flughafenmanagement selbst. Die AOT habe es versäumt, den Passagierfluss und die verfügbaren Flächen richtig zu organisieren.

Statt die Menschenströme geordnet zu lenken, quollen die Schlangen in die Hauptwege über. Das Chaos führte so weit, dass selbst Fluggäste der Business- und First-Class die Fast-Track-Eingänge kaum noch erreichen konnten.

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Kein Verständnis für Stoßzeiten

Auch die Ausrede von unvermeidbaren Stoßzeiten ließ der Autor nicht gelten. Flughäfen lägen die Flugpläne lange im Voraus vor, argumentierte er. Eine professionelle Planung müsse Personalstärken vorausschauend anpassen, um Engpässe gar nicht erst entstehen zu lassen.

Von einem internationalen Drehkreuz könne man erwarten, dass es geschäftige Zeiten antizipiert. Passagiere einfach zu bitten, die massiven Verzögerungen zu akzeptieren, sei kein Zeichen eines Spitzenflughafens.

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Appell für internationale Standards

Laut einem Bericht von Manager Online betonte der Urheber des Beitrags, dass seine harsche Kritik nicht gegen Thailand selbst gerichtet sei. Es gehe ihm darum, dringend nötige Verbesserungen anzustoßen. Seine Erfahrungen an anderen globalen Drehkreuzen zeigten, dass bessere Betriebsstandards sehr wohl erreichbar seien. Wenn das Land seine Position als Luftfahrtdrehkreuz stärken und qualitativ hochwertigere Besucher anziehen wolle, müssten die Systeme im Hintergrund endlich Weltniveau erreichen. Sonst bleibe der Traum vom großen Hub nur eine leere Ambition.

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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Quelle: AseanNow