Eilmeldung: Feuer in Bangkok Pub – mindestens 27 Tote (VIDEO)

Bei einem Großbrand in einem Bangkoker Pub starben mindestens 27 Menschen — die meisten an Rauchvergiftung. Wie es zu der Katastrophe kommen konnte und was die Ermittler bisher wissen.

Eilmeldung: Feuer in Bangkok Pub – mindestens 27 Tote (VIDEO)
Matichon

BANGKOK – Bei einem Großbrand in einem Pub und Restaurant im Bangkoker Chatuchak-Distrikt sind in der Nacht auf Sonntag mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer brach kurz vor Mitternacht im Rong Beer Na Lat Phrao nahe Lat Phrao Soi 1 aus. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

Brand breitete sich rasch aus

Der Notruf ging kurz vor Mitternacht am 12. Juli 2026 bei der Bangkoker Notrufzentrale 199 ein. Feuerwehrkräfte der Wache Sutthisan waren als Erste vor Ort, weitere Einheiten aus Phahon Yothin, Phaya Thai und Huai Khwang folgten. Das Lokal stand bei Ankunft der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand. Nach rund 30 bis 35 Minuten hatten die Feuerwehrleute das Feuer unter Kontrolle.

Die meisten Opfer starben nach bisherigen Erkenntnissen an den Folgen einer Rauchvergiftung. Rettungskräfte fanden zahlreiche Todesopfer im hinteren Bereich des Gebäudes, wo sich die Toiletten befanden. Viele Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Elektrischer Defekt als mögliche Ursache

Premierminister Anutin Charnvirakul, der zugleich das Amt des Innenministers bekleidet, besuchte den Brandort am 13. Juli. Er teilte mit, Musiker, die an jenem Abend im Lokal aufgetreten seien, hätten berichtet, zuerst Rauch aus einem elektrischen Sicherungskasten nahe der Bühne gesehen zu haben. Kurz darauf sei der Strom ausgefallen, eine Explosion sei zu hören gewesen, und dichter Rauch habe das Lokal eingehüllt.

Anutin erklärte, viele Gäste seien in Richtung der Toiletten im hinteren Gebäudeteil geflüchtet. Dort habe es keinen klar gekennzeichneten Notausgang gegeben, oder die Flüchtenden hätten ihn im Rauch nicht mehr auffinden können. Die Zeitung Matichon berichtete, die Behörden prüften sowohl die Brandursache als auch die Brandschutzmaßnahmen des Lokals.

Wiederkehrende Sicherheitsmängel in thailändischen Lokalen

Das Unglück ist nicht das erste seiner Art in Thailand. Am 1. Januar 2009 starben 67 Menschen beim Brand des Santika Pub in Bangkok, nachdem Bühnenfeuerwerk brennbare Dekorationsmaterialien entzündet hatte. Am 5. August 2022 kamen 26 Menschen im Mountain-B-Nachtclub in Sattahip ums Leben, als ein elektrischer Defekt einen Brand auslöste — verheerende Akustikschaumstoffe an den Wänden und ein verriegelter Notausgang verschlimmerten die Lage.

Die Zeitung Daily News wies darauf hin, dass Thailands Bauvorschriften Brandschutzmaßnahmen bereits vorschreiben. Ausschlaggebend seien jedoch eine konsequente Kontrolle durch die zuständigen Behörden sowie die Eigenverantwortung der Lokalbetreiber.

Wochenblitz aktualisiert diesen Artikel

Die Ermittlungen zur genauen Brandursache und zu den Sicherheitsmängeln des Lokals laufen. Wochenblitz aktualisiert diesen Artikel fortlaufend, sobald neue Informationen aus Bangkok vorliegen.

Bisher bestätigte Opferzahl: 27 Tote (Stand: 13. Juli 2026, Vormittag). Weitere Änderungen der offiziellen Zahlen sind laut Behörden nicht ausgeschlossen.

🔴 UPDATE – 13. Juli 2026, 07:45 Uhr
• 63 Verletzte hospitalisiert, 22 davon in kritischem Zustand. Die endgültige Opferzahl könnte laut Rettungsorganisation Ruamkatanyu noch höher als 27 liegen.
• Ein Bandmitglied: „Die meisten lagen auf dem Boden und riefen um Hilfe.“ Feuerwehrmann Chakrit Khongkom: „Der Rauch hatte 100 Prozent des Lokals erfüllt.“
• Unter den 27 Toten sollen laut Medienberichten neun Männer und 18 Frauen sein — noch unbestätigt.

🔴 UPDATE – 13. Juli 2026, 08:30 Uhr
• Notausgang blockiert: Im Betrieb stand ein Bonbonverkaufstisch vor dem Fluchtweg — bei der letzten Behördenprüfung im April war er noch frei. Gouverneur Chadchart: „Beim Kontrollbesuch sieht es anders aus als im echten Betrieb.“
• Der Lokalbetreiber wurde verletzt und befindet sich in Behandlung. Ermittlungen wegen Sicherheitsmängeln laufen.
• Das Lokal war nur als „Restaurant mit Musik“ eingetragen, nicht als Unterhaltungsstätte — dadurch galten geringere Brandschutzauflagen. Chadchart will die Gesetzeslage überprüfen lassen.
• Forensikteams identifizieren die Opfer. Die Stadtverwaltung hat ein Koordinationszentrum für Angehörige eingerichtet.

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