BANGKOK – Bei einem Großbrand in einem Pub und Restaurant im Bangkoker Chatuchak-Distrikt sind in der Nacht auf Sonntag mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer brach kurz vor Mitternacht im Rong Beer Na Lat Phrao nahe Lat Phrao Soi 1 aus. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.
🔴 UPDATE – 13. Juli 2026, 19:00 Uhr
• Opferzahl gestiegen: Ein weiterer Schwerverletzter ist seinen Verletzungen erlegen — die Zahl der Todesopfer steigt auf 28. 71 Personen befinden sich noch in Behandlung. Alle leicht Verletzten wurden aus den Krankenhäusern entlassen.
• Nationaler Polizeichef General Kittarat bestätigte: Der Bonbonverkaufstisch vor der Frauentoilette war zwar nicht verbrannt — trotzdem starben dort viele Menschen durch den Rauch, da der Tisch den einzigen Fluchtweg versperrte.
• Ein weiterer Notausgang vom Bar-Bereich zur Küche trug das Schild „Ausgang“ — hatte aber keinen Türknauf mehr. Der Gang dahinter war durch Regale und Schließfächer auf Einpersonenbreite verengt.
• Brandherd war oberhalb der Bühne. Das Gebäude ist rund 53 Jahre alt und wurde mehrfach umgebaut. Ermittler prüfen alle Baugenehmigungen und Umbauarbeiten seit Bestehen des Lokals.
• Ermittlungsansatz: fahrlässige Tötung. Polizeichef Kittarat: „Das sollte keine Warnung mehr sein — dieses Muster wiederholt sich immer wieder.“
• Die Nationalpolizei ordnete eine landesweite Sicherheitsüberprüfung aller Unterhaltungsstätten an.
🔴 UPDATE – 13. Juli 2026, 13:00 Uhr
• Verletztenzahl auf 71 gestiegen (Stand 10:20 Uhr): 24 in kritischem Zustand, 13 mittelschwer, 32 leicht verletzt. 45 Personen gelten noch als vermisst. Mehr als 50 Familien haben sich bisher beim Koordinationszentrum gemeldet.
• Von den 27 Toten konnten bislang 13 identifiziert werden, darunter drei weitere Namen, die heute Morgen bestätigt wurden.
• „Bris“, Sängerin der Band Thotsakan, die zum Zeitpunkt des Brandes im Lokal auftrat, ist unter den Todesopfern.
• Der Lokalbetreiber liegt auf der Intensivstation (ICU). Die Polizei wartet auf seine Vernehmung.
• Forensiker fanden einen Sicherungskasten, dessen Schutzschalter beim Brand nicht ausgelöst hatte — möglicher Hinweis auf die Brandursache.
• Polizeigeneral besuchte den Brandort: Brandherd wird oberhalb der Bühne vermutet.
• Premierminister Anutin ordnete Ermittlungen an, ob der Notausgang absichtlich abgesperrt war, um Gäste am Verlassen ohne Zahlen zu hindern.
🔴 UPDATE – 13. Juli 2026, 08:30 Uhr
• Notausgang blockiert: Im Betrieb stand ein Bonbonverkaufstisch vor dem Fluchtweg — bei der letzten Behördenprüfung im April war er noch frei. Gouverneur Chadchart: „Beim Kontrollbesuch sieht es anders aus als im echten Betrieb.“
• Der Lokalbetreiber wurde verletzt und befindet sich in Behandlung. Ermittlungen wegen Sicherheitsmängeln laufen.
• Das Lokal war nur als „Restaurant mit Musik“ eingetragen, nicht als Unterhaltungsstätte — dadurch galten geringere Brandschutzauflagen. Chadchart will die Gesetzeslage überprüfen lassen.
• Forensikteams identifizieren die Opfer. Die Stadtverwaltung hat ein Koordinationszentrum für Angehörige eingerichtet.
🔴 UPDATE – 13. Juli 2026, 07:45 Uhr
• 63 Verletzte hospitalisiert, 22 davon in kritischem Zustand. Die endgültige Opferzahl könnte laut Rettungsorganisation Ruamkatanyu noch höher als 27 liegen.
• Ein Bandmitglied: „Die meisten lagen auf dem Boden und riefen um Hilfe.“ Feuerwehrmann Chakrit Khongkom: „Der Rauch hatte 100 Prozent des Lokals erfüllt.“
• Unter den 27 Toten sollen laut Medienberichten neun Männer und 18 Frauen sein — noch unbestätigt.
Brand breitete sich rasch aus
Der Notruf ging kurz vor Mitternacht am 12. Juli 2026 bei der Bangkoker Notrufzentrale 199 ein. Feuerwehrkräfte der Wache Sutthisan waren als Erste vor Ort, weitere Einheiten aus Phahon Yothin, Phaya Thai und Huai Khwang folgten. Das Lokal stand bei Ankunft der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand. Nach rund 30 bis 35 Minuten hatten die Feuerwehrleute das Feuer unter Kontrolle.



Die meisten Opfer starben nach bisherigen Erkenntnissen an den Folgen einer Rauchvergiftung. Rettungskräfte fanden zahlreiche Todesopfer im hinteren Bereich des Gebäudes, wo sich die Toiletten befanden. Viele Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Elektrischer Defekt als mögliche Ursache
Premierminister Anutin Charnvirakul, der zugleich das Amt des Innenministers bekleidet, besuchte den Brandort am 13. Juli. Er teilte mit, Musiker, die an jenem Abend im Lokal aufgetreten seien, hätten berichtet, zuerst Rauch aus einem elektrischen Sicherungskasten nahe der Bühne gesehen zu haben. Kurz darauf sei der Strom ausgefallen, eine Explosion sei zu hören gewesen, und dichter Rauch habe das Lokal eingehüllt.
Anutin erklärte, viele Gäste seien in Richtung der Toiletten im hinteren Gebäudeteil geflüchtet. Dort habe es keinen klar gekennzeichneten Notausgang gegeben, oder die Flüchtenden hätten ihn im Rauch nicht mehr auffinden können. Die Zeitung Matichon berichtete, die Behörden prüften sowohl die Brandursache als auch die Brandschutzmaßnahmen des Lokals.
Wiederkehrende Sicherheitsmängel in thailändischen Lokalen
Das Unglück ist nicht das erste seiner Art in Thailand. Am 1. Januar 2009 starben 67 Menschen beim Brand des Santika Pub in Bangkok, nachdem Bühnenfeuerwerk brennbare Dekorationsmaterialien entzündet hatte. Am 5. August 2022 kamen 26 Menschen im Mountain-B-Nachtclub in Sattahip ums Leben, als ein elektrischer Defekt einen Brand auslöste — verheerende Akustikschaumstoffe an den Wänden und ein verriegelter Notausgang verschlimmerten die Lage.
Die Zeitung Daily News wies darauf hin, dass Thailands Bauvorschriften Brandschutzmaßnahmen bereits vorschreiben. Ausschlaggebend seien jedoch eine konsequente Kontrolle durch die zuständigen Behörden sowie die Eigenverantwortung der Lokalbetreiber.
Wochenblitz aktualisiert diesen Artikel
Die Ermittlungen zur genauen Brandursache und zu den Sicherheitsmängeln des Lokals laufen. Wochenblitz aktualisiert diesen Artikel fortlaufend, sobald neue Informationen aus Bangkok vorliegen.
Bisher bestätigte Opferzahl: 27 Tote (Stand: 13. Juli 2026, Vormittag). Weitere Änderungen der offiziellen Zahlen sind laut Behörden nicht ausgeschlossen.
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Schlimm, hoffentlich werden bei der Sicherheit Konsequenzen gezogen.
Klar werden Konsequenzen gezogen.
In der Asok Montri Road wieder tagtäglich stehende Autokolonen über den Bahnübergang, so wie vor dem Unglück am 16.Mai 2026.
Und was wurde so gross angekündigt…. Rigorose Massnahmen noch und noch…passiert ist nichts
Bei vielen thailändischen Bars, Gaststätten und auch bei vielen Hotels bekommt man Alpträume wenn man an ein Feuer denkt. Viele Notausgänge sind zugestellt. Fehlende Fluchtwege. Brandschutzanlagen, die vom Zerfall gezeichnet sind, sofern überhaupt vorhanden und so weiter und so fort. Die thailändischen Behörden sollten endlich mal hart durchgreifen. Menschenleben sind nicht zu ersetzten. Für viele Barbesitzer ist das Teegeld billiger als zum Beispiel bauliche Umbaumaßnahmen oder neue Feuerlöscher.
Wie sich im Januar bedauerlicherweise in Crans-Montana zeigte, kann so ein verheerenden Brand auch in der Schweiz passieren.
Natürlich kann das überall auf der Welt passieren. Aber die Wahrscheinlichkeit ist für Thailand oder einem Land der Dritten Welt extrem größer. Wer mit offenen Augen durchs Leben (bzw. durch Thailand) geht wird auch sehen wieso das so ist!
Immer wieder die gleiche Abfolge:
Minderwertige Elektrik
Zugestellte oder abgeschlossene Notausgänge
Fehlendes Sicherheitsbewustsein
Katastrophe
Danach blinder Aktionismus…für ein oder zwei Wochen, danach wieder alles beim alten.