BANGKOK – An einer Schule im Bezirk Bang Khen soll sich ein unfassbarer Missbrauchsskandal zugetragen haben. Ein Lehrer steht im Verdacht, fast 30 Schüler einer gesamten Klasse sexuell belästigt zu haben. Der Pädagoge nutzte offenbar seine Macht bei der Notenvergabe, um die Jugendlichen gefügig zu machen. Auf Druck der Betroffenen wurde der Mann nun aus dem Klassenzimmer abgezogen.
Über 30 Opfer erstatten gemeinsam Anzeige
Eine Gruppe von Schülern der 12. Jahrgangsstufe, begleitet von einem Referendar, wandte sich am 13. Juli an die Polizei. Gemeinsam mit dem Team der Hilfsorganisation „Saimai Tong Rod“ erstatteten sie Strafanzeige gegen den beschuldigten Lehrer.
Die Ermittler hören sich durch einen wahren Albtraum: Insgesamt gibt es laut den Angaben fast 30 Betroffene, darunter auch den Referendar. Der Lehrer soll seine Hände nicht bei sich behalten haben und den Jugendlichen wiederholt körperlich zu nahe gekommen sein.
Noten als Druckmittel genutzt
Die Aussagen der Opfergruppe zeichnen ein erschütterndes Bild. Der Pädagoge soll seine Bewertungsmacht schamlos ausgespielt haben, um Schüler gefügig zu machen. Die Botschaft dahinter war glasklar: Wer sich nicht fügt, muss mit schlechten Zensuren rechnen.
Dieses perfide System traf fast die gesamte Klasse. Fast 30 Jugendliche leiden nun unter den Folgen der Übergriffe. Angst, tiefe Scham und psychische Narben sind geblieben, und manche quälen ernste Depressionen.
Schulleitung soll untätig geblieben sein
Für noch mehr Fassungslosigkeit sorgt die angebliche Reaktion der Schule. Betroffene und deren Eltern berichten, dass sie sich zuvor an die Schulleitung gewandt hätten. Auf ihre Verzweiflungstat habe es jedoch keine Hilfe gegeben.
Die Verantwortlichen sollen die Beschwerden schlichtweg nicht ernst genommen haben. Erst durch den Gang zur Organisation „Saimai Tong Rod“ und den Druck der Öffentlichkeit kam Bewegung in den Fall.
Lehrer versetzt und Disziplinarverfahren eröffnet
Die Schulbehörde OBEC griff nun durch und zog die Notbremse. Der beschuldigte Mann wurde mit sofortiger Wirkung von der Schule abgezogen und ins Büro des Bildungsbezirks versetzt. Dort soll er reine Verwaltungsarbeit leisten, um jeden Kontakt zu Schülern zu unterbinden.
Dr. Arunee Thiramchasa, Assistentin der Generalsekretärin der OBEC, versicherte, dass man den Fall sehr ernst nehme. Es wurde ein Untersuchungsausschuss für schwere Dienstvergehen eingesetzt. Sollte sich die Schuld bestätigen, drohen die Höchststrafen im Disziplinarrecht: die Entlassung aus dem Staatsdienst oder die Amtsenthebung.
Psychologische Hilfe für die gezeichneten Kinder
Während das Verfahren läuft, rückt die akute Not der Jugendlichen in den Fokus. Das Ministerium für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit hat angekündigt, die Familien aller betroffenen Schüler zu kontaktieren. Die Opfer sollen sofort professionelle Betreuung erhalten.
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Phanpilai Suthikot von der Abteilung für Kinder- und Jugendangelegenheiten erklärte, dass das Ausmaß der Traumata bewertet wird. Die Jugendlichen sollen schnellstmöglich in psychologische Behandlung kommen, um ihre Ängste abzubauen. Das Ziel ist, dass sie wieder stabil am Leben teilnehmen können.
Appell an weitere stille Opfer
Ein Elternteil, das zur Anzeigenerstattung erschienen war, richtete einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit. Man befürchte, dass es noch mehr Missbrauchsopfer dieses Lehrers gibt, die sich aus Scham oder Angst bisher versteckt halten.
An diese jungen Menschen und ihre Familien gerichtet, forderte das Elternteil Mut zur Wahrheit. Nur weitere Strafanzeigen könnten dafür sorgen, dass der Pädagoge die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommt.



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