BANGKOK – An einer bekannten Schule im Bezirk Bang Khen soll ein Lehrer über Jahre hinweg Schüler und einen Referendar sexuell belästigt haben. Fast 20 Betroffene haben sich nun an die Hilfeseite „Saimai Tong Rod“ gewandt. Die Schulleitung soll trotz interner Meldungen nicht durchgegriffen haben, einige Opfer leiden unter schweren Depressionen.
Beschwerde bei bekannter Hilfeseite
Am 12. Juli suchten ein Lehrer und Vertreter der betroffenen Schüler das Koordinationszentrum der Facebook-Seite „Saimai Tong Rod“ auf. Sie berichteten Ekaphop Lueangprasert, dem Gründer der Seite, von den Vorfällen.
Der beschuldigte Lehrer soll Schüler wiederholt sexuell belästigt haben. Auch ein Referendar an der Schule soll Opfer der Übergriffe geworden sein.
Belästigungen begannen bereits in der vierten Klasse
Ein Vertreter der Schüler schilderte, dass er seit der vierten Klasse belästigt wurde. Der Lehrer habe ihn wiederholt sexuell belästigt.
Aus Angst habe er sich im Klassenzimmer stets nach hinten gesetzt. Nach und nach stellte sich heraus, dass fast 20 Mitschüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen Ähnliches erlebt hatten.
Angst und Einschüchterung verhinderten frühzeitiges Eingreifen
Laut den Betroffenen wagte zunächst niemand, sich Eltern oder anderen Lehrern anzuvertrauen. Die Schüler berichten von Drohungen und der Sorge um ihre schulischen Leistungen.
Ein Betroffener gab an, der Lehrer habe ihn in ein Klassenzimmer gerufen und die Tür abgeschlossen. Anschließend soll er ihn belästigt haben.
Referendar kann nach Vorfall nicht mehr unterrichten
Besonders schwer getroffen soll ein Referendar sein, der von dem beschuldigten Lehrer betreut wurde. Dessen Eltern zufolge soll der Lehrer versucht haben, ihm die Kleidung auszuziehen.
Der junge Mann leide heute unter schweren Depressionen und Suizidgedanken. Er könne seinen Beruf nicht mehr ausüben. Die Schule soll eine Zahlung von 10.000 Baht angeboten haben, die Gegenseite sprach dabei von angeblicher Einvernehmlichkeit.
Beschuldigter soll schon früher auffällig gewesen sein
Recherchen der Hilfeseite ergaben, dass der Lehrer bereits an seiner früheren Schule wegen ähnlicher Vorwürfe gemeldet worden war. Daraufhin sei er an die jetzige Schule in Bang Khen versetzt worden.
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Trotz mehrfacher Beschwerden bei der Schulleitung soll sich an der Situation nichts geändert haben. Die Betroffenen kritisieren den fehlenden Willen, klare Verantwortlichkeiten zu benennen.
Seitenbetreiber fordert Suspendierung und leitet rechtliche Schritte ein
Ekaphop Lueangprasert kündigte an, die Eltern und Schüler bei der polizeilichen Anzeige zu begleiten. Er will sich zudem an das Büro der Kommission für Grundbildung und das Sicherheitszentrum des Bildungsministeriums wenden.
Er fordert die vorläufige Suspendierung des beschuldigten Lehrers. Sollte jemand an der Vertuschung beteiligt gewesen sein, müsse auch gegen diese Person ermittelt werden. Die Hilfeseite will den Fall nach eigenen Angaben engmaschig verfolgen.



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