RAYONG – Hinter der Fassade einer angesehenen Boxhalle verbirgt sich ein entsetzliches System aus Missbrauch und Kinderprostitution. Die Polizei hat jetzt den Manager festgenommen – und jagt den norwegischen Besitzer.
Undercover-Cop deckt miese Masche auf
Was wie eine ganz normale Muay-Thai-Boxhalle in Rayong aussah, entpuppt sich als Horrorschuppen. Das Central Investigation Bureau (CIB) bekam einen Tipp über Kinderprostitution in dem Gym. Ein Undercover-Beamter meldete sich kurzerhand zum Boxtraining an – und traute seinen Augen nicht. Rund 30 Jugendliche trainieren in der Halle, verschiedene Nationalitäten, Jungen und Mädchen.
Aber der Manager Naruebet (28) hatte noch ein ganz anderes „Angebot“ parat: Er vermittelte die jungen Boxer an männliche Kunden – für Sex. Der Tarif: Ab 2.000 Baht (rund 55 Euro)Er schilderte dem verdeckten Ermittler detailliert, welche sexuellen Handlungen die Kunden von den Jungs verlangten. Er zeigte ihm stolz Fotos von 15 minderjährigen Boxern, die bereits missbraucht worden sein sollen.
Mit drei Kindern auf dem Weg zum Date – dann knallt’s
Die Undercover-Cops spielten mit: Sie gaben vor, Sex mit den Jungs buchen zu wollen. Treffpunkt: Ein Resort in Chon Buri. Naruebet kam wie bestellt – und brachte drei Kinder im Alter von 13 bis 16 Jahren mit. Was der Manager nicht wusste: Die Falle schnappte zu. Er wurde noch am Resort festgenommen.
Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Während eine Einheit den Manager hinter Gitter brachte, stürmte ein zweites Team die Boxhalle in Rayong. Dort machten die Beamten eine noch grauenhaftere Entdeckung: Zwölf junge Boxer packten aus – über den norwegischen Besitzer des Gyms.
Der Norweger, die Kinder und das Schweigegeld
Jedes Mal, wenn der Norweger in Rayong auftauchte, ließ er mehrere Jungen in sein Zimmer kommen. Was dort geschah, ist kaum zu ertragen: Er missbrauchte die Kinder schwer. Dafür zahlte er pro Kind zwischen 500 und 5.000 Baht. Der Liebling bekam Extra-Geschenke: ein neues Handy, eine Schuluniform. Wer arm war, wurde bekanntlich schnell „beliebt“.
Das Schlimmste: Die Familien der Kinder wussten laut Polizei Bescheid. Sie schwiegen – wegen des Geldes. Mit dem Sexgeld konnten die Familien plötzlich essen, die Kinder zur Schule schicken, die Miete bezahlen. Sechs der zwölf Jungen sollen von dem Norweger missbraucht worden sein, berichtet KhaoSod. Die Behörden ermitteln jetzt gegen den Mann. Seine Festnahme gilt als sicher.
Was denkst DU? Schreib uns deine Meinung!
Wissen Eltern Bescheid und schweigen trotzdem – wie weit darf Armut gehen, bevor sie zur Ausrede für Missbrauch wird? Und wie konnte ein Ausländer jahrelang ungestört ein ganzes Boxcamp als Missbrauchs-Kulisse betreiben? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare – wir sind gespannt, was DU dazu sagst!



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: