BANGKOK – Ein kaltblütiger Anschlag an einer roten Ampel in Lat Krabang hat einen 22-jährigen Studenten das Leben gekostet. Der Täter zog auf einem Motorrad vorbei und feuerte aus nächster Nähe, während das Opfer hinten auf einem Roller saß. Sein Freund am Lenker rettete sich mit einer panischen Flucht ins Gestrüpp.
Schüsse an der Kreuzung Wat Sutthaphot
Der Vorfall ereignete sich am 15. Juli gegen 21:55 Uhr vor dem Tempel Wat Sutthaphot im Soi Chalong Krung 8. Beamte der Polizeiwache Chalong Krung rückten umgehend mit Spurensicherung und einem Rechtsmediziner des Polizeikrankenhauses an.
Auf dem Asphalt fanden sie die Leiche des jungen Nattapong. Er trug das blaue Hochschulshirt seines Technologie-Colleges, eine schwarze Hose und rote hochgeschnittene Turnschuhe. Er wurde erschossen und war sofort tot.
Zwei Motorräder, ein tödlicher Plan
Nach Angaben seines Freundes Ek, der den Roller fuhr, tauchten plötzlich zwei Maschinen an der Ampel auf. Es handelte sich um eine Honda Wave 125i und eine Wave 110i, auf denen insgesamt drei Angreifer unterwegs waren.
Der Sozius auf der Honda Wave 125i zog eine unbekannte Schusswaffe und eröffnete das Feuer, als die beiden Studenten in ihrem Honda PCX 150 an der Rotphase warteten. Ek ließ das Zweirad fallen und stürzte sich kopfüber in das angrenzende Grasgelände.
Student der Elektrotechnik ohne jede Chance
Nattapong war im zweiten Jahr der Berufsschule und belegte den Fachbereich Elektrotechnik. Nach Unterrichtsschluss im Bezirk Khlong Sam Wa war er mit seinem Freund auf dem Heimweg, als die Täter zuschlugen.
Die Familie verliert einen jungen Mann, der mitten in der Ausbildung stand. Die Leiche wurde zur Obduktion ins Polizeikrankenhaus gebracht, während der Freund Ek auf der Polizeiwache Chalerm Krung vernommen wurde.
Ek rannte um sein Leben
Der Fahrer berichtete den Ermittlern, er habe nur noch den Schuss gehört und sei sofort weggerannt. Die Angreifer fuhren davon, ohne sich um das Opfer zu kümmern.
Erst als die Gruppe verschwunden war, kroch Ek aus dem Dickicht und fand seinen Freund leblos auf der Fahrbahn. Per Telefon alarmierte er die Polizei.
Fahndung über Kameras und Spuren
Die Polizei sicherte am Tatort sämtliche Spuren. Den Toten brachten Helfer der Po Teck Tung Stiftung in die Rechtsmedizin des Polizeikrankenhauses.
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Die Beamten nehmen nun Überwachungsvideos der Kreuzung und des Umfelds unter die Lupe. Sie wollen die Fluchtroute der drei Verdächtigen rekonstruieren, während Ek auf der Wache weiter vernommen wird.
Kein Motiv – und viele offene Enden
Noch ist unklar, warum die Täter auf die beiden Studenten schossen. Farbe und Kennzeichen der Täterfahrzeuge sind unbekannt, die Marke (Honda Wave) ist bekannt; auch Hinweise auf die Tatwaffe fehlen.
Die Polizei wertet die Kameraaufnahmen aus, um die Täter zu identifizieren.



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