Phuket: Schweizer wegen Missbrauchs eines autistischen Jungen verhaftet

Ein Schweizer soll einen 14-jährigen autistischen Jungen am Strand von Patong sexuell missbraucht haben. Die Polizei Phuket nahm den Mann nach einem Haftbefehl fest – ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Phuket: Schweizer wegen Missbrauchs eines autistischen Jungen verhaftet
Phuket News

Phuket – Die Polizei der Provinz Phuket hat einen Schweizer Staatsangehörigen festgenommen, der einen 14-jährigen autistischen Jungen am Strand von Patong sexuell missbraucht haben soll.

Die Festnahme erfolgte nach einer Ermittlung, die am 10. Juli begann, als die Mutter des Jungen den Vorfall noch am selben Tag bei der Polizeistation Patong anzeigte. Bei einer Pressekonferenz am 21. Juli bestätigte der Kommandeur der Provinzpolizei Phuket, Generalmajor Sinlert Sukhum, die Verhaftung des nur als „Mr. C“ bezeichneten Verdächtigen auf Grundlage eines richterlichen Haftbefehls.

Kontaktaufnahme am Strand und Übergriff im Wasser

Laut Aussage der Mutter sprach der Ausländer den Jungen am Nachmittag des 10. Juli in der Nähe ihres Arbeitsplatzes an, etwa 500 Meter vom Strand Patong entfernt. Er bat um ein gemeinsames Foto, fragte nach der Wohnadresse und fügte den Jungen als Kontakt in der Messaging-App Line hinzu. Anschließend lud er ihn unter dem Vorwand ein, ihm das Schwimmen beizubringen.

Im Wasser soll der Mann den Jungen sexuell missbraucht haben. Das Kind war nach dem Vorfall verstört und erzählte seiner Mutter nach deren Rückkehr von der Arbeit, was geschehen war. Sie brachte ihn noch am selben Nachmittag zur medizinischen Untersuchung ins Krankenhaus und erstattete unmittelbar danach Anzeige bei der Polizeistation Patong.

Beweislage und Festnahme des Verdächtigen

Nach dem Vorfall kontaktierte der Verdächtige den Jungen erneut über Line, schickte ein gemeinsames Foto und schlug ein weiteres Treffen vor. Die Mutter sicherte die Chatverläufe und übergab sie der Polizei. Am 18. Juli wandte sie sich an die Paveena-Hongsakul-Stiftung für Kinder und Frauen, nachdem sie und ihr Sohn zunehmend Angst entwickelt hatten – der Mann kannte bereits ihre Wohnadresse.

Die Stiftungspräsidentin Paveena Hongsakul koordinierte daraufhin mit dem Polizeichef der Station Patong, Oberst Korakrit Khanthakrue, eine weitere Aussage der Mutter am 19. Juli. Am 20. Juli teilte Oberst Korakrit mit, dass die Ermittler genügend Beweise gesammelt, einen Haftbefehl erwirkt und den Verdächtigen festgenommen hatten. Auf seinem Mobiltelefon und Laptop fanden die Beamten Bilder des Jungen.

Drei Anklagepunkte mit bis zu 20 Jahren Haft

Gegen den Beschuldigten liegen drei Anklagen vor: Entführung eines Kindes unter 15 Jahren zu unsittlichen Zwecken, Vergewaltigung eines Kindes unter 15 Jahren sowie eine unsittliche Handlung an einem Kind unter 15 Jahren. In der Summe drohen dem Mann zwischen fünf und 20 Jahre Gefängnis. Die Polizei auf Phuket kündigte an, sich gegen eine Freilassung auf Kaution auszusprechen, da der Verdächtige als beruflich gut vernetzter Bewohner der Insel gilt und eine Beeinflussung des Verfahrens befürchtet wird.

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Die Einwanderungsbehörde soll auf Antrag der Stiftung das Visum des Mannes entziehen. Ohne gültiges Visum müsste er ein neues beantragen, um den Prozess in Thailand zu verfolgen. Paveena Hongsakul nannte den Fall „zutiefst erschütternd“ und rief mögliche weitere Opfer auf, sich bei der Polizei, dem Ministerium für Soziale Entwicklung und Menschliche Sicherheit oder über die Hotline 1134 zu melden.

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Quelle: Phuket News

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