BANGKOK – Das thailändische Außenministerium hat Notfallpläne für eine Evakuierung thailändischer Staatsbürger aus dem Nahen Osten erstellt. Hintergrund ist der wieder aufgeflammte Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Außenminister Sihasak Phuangketkeow bestätigte, Thailand sei auf alle Szenarien vorbereitet.
Minister bestätigt Evakuierungspläne
Die thailändische Regierung beobachtet die angespannte Lage im Nahen Osten nach dem Ende eines Waffenstillstands genau. Sihasak Phuangketkeow erklärte am Rande des Asean-Außenministertreffens in Manila, das Außenministerium müsse sich auf jede Eventualität einstellen.
„Wir müssen alle Szenarien durchspielen und unsere Bereitschaft prüfen, besonders falls eine weitere Evakuierung thailändischer Staatsbürger nötig wird. Ich kann bestätigen: Wir sind vorbereitet“, sagte der Minister. Frühere Evakuierungen aus dem Iran verliefen sicher.
Krisenstab per Telefonkonferenz
Am Dienstag leitete die ständige Sekretärin des Ministeriums, Eksiri Pintaruchi, ein Treffen mit Vertretern aller thailändischen Botschaften und Konsulate in der Nahost-Region. Die Diplomaten tauschten aktuelle Lageeinschätzungen aus und prüften die Unterstützungs- und Evakuierungspläne für jedes Land.
Dabei ging es auch um die konkrete Betreuung der Thailänder vor Ort. Die Pläne werden je nach Sicherheitslage im jeweiligen Einsatzgebiet laufend angepasst. Das Ministerium betonte, die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren.
Thailänder sollen Warnungen ernst nehmen
Die Botschaften und Generalkonsulate in der Krisenregion haben ihre Landsleute angewiesen, die offiziellen Nachrichtenkanäle genau zu verfolgen. Auch die Anordnungen und Warnungen der Gastländer müssten strikt beachtet werden. Es geht um die persönliche Sicherheit jedes Einzelnen.
Das Außenministerium steht nach eigenen Angaben in ständigem Kontakt mit den Vertretungen. Sobald sich die Lage zuspitzt, sollen die Evakuierungspläne sofort greifen. Konkrete Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Aktion gibt es derzeit aber nicht.
Keine Berichte über schwer betroffene Thailänder
Nach Angaben des Ministeriums liegen aktuell keine Meldungen vor, wonach thailändische Staatsangehörige im Nahen Osten durch die Kämpfe schwer zu Schaden gekommen sind. Die Kommunikation mit den Gemeinden vor Ort funktioniere. Man stehe bereit, um im Ernstfall schnell Hilfe zu leisten.
Wie viele Thailänder sich derzeit in der Region aufhalten, wurde nicht beziffert. Die Behörden konzentrieren sich darauf, jederzeit handlungsfähig zu bleiben und alle Eventualitäten abzudecken.
Asean-Treffen: Thailands Doppelstrategie
Auf dem Außenministertreffen in Manila sprach Sihasak auch über die Rolle des Staatenbundes für globalen Frieden. Thailand setze in der Myanmar-Krise weiter auf Dialog und den Fünf-Punkte-Konsens der Asean. Gleichzeitig müsse das Land seine eigenen Interessen an der Grenzsicherheit wahren.
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Dazu zählen Grenzhandel, der Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität, Drogenhandel und Umweltprobleme. Thailand brauche daher einen direkten Draht zur Regierung in Myanmar, betonte der Minister.
Myanmar zu Friedensgesprächen aufgefordert
Thailand appelliert an die Regierung von Myanmar, den Dialogprozess für Frieden und Versöhnung fortzusetzen. Das Land sei bereit, Gespräche zwischen der Regierung und ethnischen Minderheiten zu erleichtern. Ein Ende der Gewalt habe für Bangkok hohe Priorität.
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