BANGKOK – Der Industrieminister will schärfere Auflagen für Akkus und Ladegeräte durchsetzen. Nickel- und Lithium-Batterien sowie Powerbanks sollen zu kontrollierten Produkten werden, für die eine Zertifizierung nach Thai Industrial Standards (TIS) verpflichtend ist. Grund sind wiederholte Brände und Explosionen mit teils schweren Folgen.
Minister will drei neue Standards durchsetzen
Industrieminister Varawut Silpa-archa bereitet derzeit einen Entwurf vor, der dem Kabinett zur Abstimmung vorgelegt werden soll. Darin geht es um die Einstufung von Nickel-basierten Batterien, Lithium-basierten Batterien und Powerbanks als kontrollierte Produkte.
Wer solche Produkte künftig in Thailand herstellt, importiert oder verkauft, muss vor dem Markteintritt eine TIS-Zertifizierung vorweisen. Ohne diese Freigabe droht ein Verkaufsverbot.
Explodierende Akkus als Auslöser der Maßnahme
Die Verschärfung kommt nicht ohne Grund. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Vorfällen, bei denen Batterien Feuer fingen oder explodierten. Dabei entstanden sowohl Personen- als auch Sachschäden.
Batterien und Powerbanks sind heute in zahllosen Geräten verbaut: vom Mobiltelefon über tragbare Computer bis hin zu verschiedenster Elektronik. Das Ministerium reagiert damit auf technologische Veränderungen und gestiegene Risiken im Alltag.
Diese Tests müssen künftig bestanden werden
Die neuen Standards setzen auf strengere Sicherheitsprüfungen. Gefordert werden Tests zum Schutz gegen Tiefentladung, Vibrationsfestigkeit und Hitzebeständigkeit. Auch die Wärmeentwicklung bei wiederholtem Laden wird überprüft.
Für Powerbanks gilt der aktualisierte Standard TIS 2879-2024. Nickel-basierte Batterien müssen TIS 62133 Teil 1-2022 erfüllen, Lithium-basierte Batterien fallen unter TIS 62133 Teil 2-2022. Grundlage ist die internationale Norm IEC 62133.
Übergangsfrist bis maximal Mitte 2028
Varawut erklärte: Wenn das Kabinett zustimmt, sollen die drei Standards bis Mitte 2027 in Kraft treten. Betreiber erhalten danach eine Übergangsphase, um Produktion, Importverfahren und Lizenzanträge anzupassen.
Wer bereits eine gültige Lizenz besitzt, kann eine Verlängerung beantragen. Allerdings darf diese nicht länger als ein Jahr nach Inkrafttreten dauern. Spätestens Mitte 2028 müssen also alle Anbieter die neuen Regeln erfüllen.
Klare Warnhinweise für Verbraucher geplant
Neben den technischen Tests führt der Entwurf eine Kennzeichnungspflicht ein. Produktinformationen und Nutzungswarnungen müssen gut sichtbar angebracht werden. Damit will das Ministerium den Verbraucherschutz stärken.
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Käufer sollen auf einen Blick erkennen können, ob ein Akku oder eine Powerbank die thailändischen Sicherheitsstandards erfüllt. Das erleichtert die Entscheidung im Geschäft und beugt gefährlichen Fehlkäufen vor.
Strengere Kontrollen und mehr Wettbewerbsfähigkeit
Das Industrieministerium kündigt verstärkte Inspektionen an. Minderwertige Produkte sollen gar nicht erst in den Handel gelangen. Gleichzeitig will die Behörde Hersteller und Importeure bei der Umstellung unterstützen und die öffentliche Kommunikation beschleunigen.
Langfristig sollen die schärferen Standards die Qualität thailändischer Produkte erhöhen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt und verhindert hohe Folgekosten durch Unfälle mit Billigware.
Nächste Schritte der Behörden
Nach der Kabinettszustimmung sind verpflichtende Zertifizierungen und strenge Inspektionen durch das Industrieministerium vorgesehen, bestehende Lizenzen können maximal ein Jahr nach Inkrafttreten verlängert werden.
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