THAILAND – Das thailändische Meteorologische Amt warnt für den 2. August 2026 landesweit vor schweren Unwettern. Ein über den Norden ziehender Monsuntrog und ein kräftiger Südwestmonsun bringen 36 Provinzen Starkregen, der Sturzfluten und hohe Wellen auslösen kann.
Warnung vor Sturzfluten und Wildbächen in Hanglagen
Besonders tückisch sind die angekündigten Regenmengen für Hanglagen und Senken. Das Meteorologische Amt mahnt, dass akkumulierter Niederschlag Sturzbäche und plötzliche Überflutungen an Wasserwegen verursachen kann. Die Bevölkerung wird eindringlich gebeten, die Wetterentwicklung aufmerksam zu verfolgen.
Verantwortlich für die brisante Wetterküche ist ein Monsuntrog, der vom Norden Thailands über Laos bis zu einem Tiefdruckgebiet vor der Küste Nordvietnams reicht. Gleichzeitig schiebt ein mäßiger Südwestmonsun feuchte Luftmassen über die Andamanensee und den Golf von Thailand ins Land.
Der Norden am schwersten betroffen – Gewitter in weiten Teilen
In den Provinzen Mae Hong Son, Chiang Mai, Chiang Rai, Lampang, Phayao, Nan, Tak, Sukhothai, Kamphaeng Phet, Uttaradit und Phitsanulok entladen sich Gewitter mit örtlich heftigem Starkregen. Hier liegen die Temperaturen zwischen 23 und 36 Grad, der Wind weht schwach aus Südwest.
Für die Nordostregion um Loei, Nong Khai, Bueng Kan, Nong Bua Lamphu, Udon Thani, Sakon Nakhon, Nakhon Phanom und Mukdahan meldet die Behörde eine ähnlich brenzlige Lage. Auch dort muss in weiten Teilen mit Gewittern und Starkregen gerechnet werden, bei Höchstwerten um 35 Grad.
Zentralebene und Ostküste mit Gewittern und gefährlicher See
In der Zentralebene erfassen die Gewitter Nakhon Sawan, Lop Buri, Saraburi, Kanchanaburi und Ratchaburi. Die Temperaturen klettern auf bis zu 35 Grad, begleitet von einem schwachen Südwestwind. Entlang der Ostseite des Golfs – in Nakhon Nayok, Prachin Buri, Chanthaburi und Trat – fallen die Schauer bei 34 Grad ebenfalls kräftig aus.
Für diesen Küstenabschnitt wird die Lage auf dem Wasser riskant. Der Wind frischt auf 15 bis 30 km/h auf und treibt Wellen von rund einem Meter Höhe. In Gewitterzellen sind jedoch Wellen von über zwei Metern möglich. Das Amt rät Schiffsführern eindringlich, Gewitterzonen weiträumig zu meiden.
Andamanensee und Süden: Von hohen Wellen bis zu stellenweisen Schauern
An der Westküste, von Ranong und Phang Nga bis nach Phuket, toben die heftigsten Gewitter. Hier peitscht der Südwestwind mit bis zu 35 km/h und lässt die Wellen auf 1 bis 2 Meter ansteigen. In Gewitternähe muss mit über zwei Metern hohen Brechern gerechnet werden – eine unmittelbare Gefahr für kleinere Boote.
Südöstlich davon, in den Provinzen Prachuap Khiri Khan, Chumphon, Surat Thani, Yala und Narathiwat, sind die Regenfälle dagegen stellenweise. Hier erreicht das Meer bei Windstärken um 30 km/h Wellenhöhen von etwa einem Meter, die bei aufziehenden Gewittern jedoch ebenfalls gefährlich hoch ausfallen können.

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