BANGKOK, Thailand – Die Einwanderungspolizei hat einen 29-jährigen Ugander festgenommen, der über eine Dating-App sexuelle Dienstleistungen an ausländische Männer angeboten haben soll. Nach Angaben der Beamten überschritt er sein Visum und verlangte bis zu 4.000 Baht pro Termin. Die Behörden wollen nun auch gegen weitere Online-Netzwerke vorgehen.
Ugandischer Verdächtiger in Bangkok festgenommen
Die Festnahme erfolgte nach einer verdeckten Ermittlung der Einwanderungsabteilung 1. Der Mann soll Kunden in Luxus-Eigentumswohnungen in Bangkok aufgesucht haben, bevor ihn die Beamten in einem Hotel im Stadtzentrum stellten.
Die Polizei beschuldigt ihn, über eine Dating-App bezahlte sexuelle Dienste vermittelt zu haben. Bei der Durchsuchung seines Hotelzimmers stellten die Beamten mehrere Kondome sicher.
Ermittler lockten ihn über Dating-App
Die Ermittler beobachteten eine Dating-App, die den Aufenthaltsort ihrer Nutzer während des Austauschs anzeigt. Nach Einschätzung der Polizei kann diese Funktion dazu genutzt werden, Treffen für illegale Geschäfte zu organisieren.
Die Beamten konzentrierten sich auf das Profil des Uganders. Dort habe er mit Fotos für sich geworben, darunter auch explizite Aufnahmen, auf denen seine Genitalien zu sehen waren und die nach Darstellung der Polizei zahlende Kunden anziehen sollten.
Termine in Eigentumswohnungen vereinbart
Verdeckte Ermittler traten als mögliche Kunden auf und nahmen Kontakt zu dem Mann auf. Laut Polizei wechselte das Gespräch rasch zu bezahlten Dienstleistungen, bei denen der Verdächtige zu den Kunden reisen wollte.
Die Grundgebühr soll bei 2.500 Baht gelegen haben. Wurde Geschlechtsverkehr verlangt, stieg der ausgehandelte Preis laut Ermittlern auf bis zu 4.000 Baht; weitere Leistungen seien gesondert vereinbart worden.
Visum abgelaufen, Dauer nicht genannt
Nachdem die Ermittler ausreichende Beweise gesammelt hatten, überwachten sie die täglichen Bewegungen des Verdächtigen. Sie fanden heraus, dass er in einem Hotel im Zentrum Bangkoks wohnte, und bereiteten dort den Zugriff vor.
Die Beamten betraten das Zimmer und nahmen den Mann ohne Zwischenfall fest. Eine Prüfung seiner Einwanderungsunterlagen ergab nach Polizeiangaben, dass er nach Ablauf seines Visums in Thailand geblieben war und eine neue Einkommensquelle benötigte.
Verdächtiger räumt Verstöße laut Polizei ein
Bei der Befragung habe der Ugander den Visumsverstoß und die Erbringung bezahlter sexueller Dienstleistungen eingeräumt, teilte die Polizei mit. Er gab außerdem an, früher als Fußballspieler gearbeitet zu haben.
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Der Mann wurde anschließend für weitere rechtliche Schritte an die zuständigen Ermittlungsbeamten übergeben. Wie lange er sein Visum bereits überschritten hatte, wurde nicht bekannt gegeben.
Einwanderungsbehörde weitet Online-Ermittlungen aus
Die Operation wurde unter Leitung des Kommissars des Einwanderungsbüros, Polizeigeneralleutnant Panumas Boonyalak, durchgeführt. Beteiligt waren auch die stellvertretenden Kommissare Polizeigeneralmajor Prachya Prasansuk und Polizeigeneralmajor Panthana Nuchanart sowie der Kommandeur der Einwanderungsabteilung 1, Polizeigeneralmajor Prasath Khemprasit.
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Das Einwanderungsbüro kündigte an, landesweit weiter gegen mutmaßliche Prostitutionsnetzwerke auf Online-Plattformen vorzugehen. Hinweise auf Einwanderungsverstöße oder andere illegale Aktivitäten nimmt die Behörde unter der Hotline 1178 entgegen.


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