KANCHANABURI, THAILAND – Die Anti-Menschenhandelsabteilung hat am 6. August einen 50-jährigen Motorradtaxifahrer festgenommen. Er soll Mädchen unter 15 Jahren in Hotels zur Prostitution vermittelt und pro Fall 500 Baht Provision einbehalten haben. Bei der Vernehmung gestand der Beschuldigte die Vorwürfe nach Angaben der Ermittler.
Motorradtaxi als Tarnung genutzt
Der Mann arbeitete regulär als Motorradtaxifahrer im Stadtgebiet von Kanchanaburi. Nach einem Hinweis der Polizei soll er diese Tätigkeit genutzt haben, um Mädchen unter 15 Jahren in verschiedene Hotels der Region zu bringen oder dort zu vermitteln.
Die Beamten sammelten nach dem Hinweis Beweise und beantragten anschließend einen Haftbefehl beim Strafgericht. Der Haftbefehl trug die Nummer 3007/2569 und wurde am 25. Mai 2569 ausgestellt. Festgenommen wurde der Beschuldigte auf dem Parkplatz eines Hotels im Unterbezirk Tha Makham im Bezirk Mueang.
500 Baht von jedem Fall einbehalten
Bei der Vernehmung räumte der 50-Jährige laut Polizei ein, die ihm vorgeworfenen Taten begangen zu haben. Er gab demnach an, jeweils 500 Baht aus der Vergütung der Mädchen als Provision einbehalten zu haben.
Die Ermittler werfen ihm Menschenhandel, die Vermittlung von Mädchen unter 15 Jahren zur Prostitution sowie weitere damit verbundene Straftaten vor. Dazu zählen nach den Angaben der Behörden auch die Unterstützung und Erleichterung von Kinderprostitution sowie der sexuelle Missbrauch Minderjähriger.
Festnahme auf Hotelparkplatz in Tha Makham
Die Aktion wurde von Polizeigeneralmajor Wittaya Sriprasertphap, dem Leiter der Anti-Menschenhandelsabteilung, angeordnet. Beteiligt waren außerdem Polizeioberst Alongkot Kotkaew, Leiter der Unterabteilung 5, und Polizeimajor-Frau Pansawadee Kloirayab aus der Unterabteilung 5.
Der Haftbefehl des Strafgerichts umfasst neben den Vorwürfen des Menschenhandels weitere Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Kindern und der Förderung von Straftaten durch Minderjährige.
Ermittlungen sollen weitere Betroffene schützen
Nach der Festnahme übergaben die Beamten den Beschuldigten an die Ermittler der Unterabteilung 5 der Anti-Menschenhandelsabteilung. Dort soll das Strafverfahren gegen ihn weitergeführt werden.
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Gleichzeitig weiteten die Behörden die Ermittlungen aus, um weitere betroffene Personen zu finden und zu schützen.
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