BANGKOK – Thailand bereitet sich in 20 nordöstlichen Provinzen auf mögliche Überschwemmungen vor. Vizepremierminister Songsak Thongsri wirft den Ländern am Oberlauf des Mekong vor, Wasser aus Staudämmen abzulassen und Thailand erst danach zu informieren. Dadurch könne die Reaktion auf steigende Pegel zu spät kommen.
Die Aussage fiel am 10. August 2569 im Regierungsgebäude. Thongsri beaufsichtigt die nationale Wasserressourcenbehörde.
Thongsri kritisiert fehlende Vorwarnungen am Mekong
Nach Angaben Thongsris folgt der Pegel des Mekong inzwischen nicht mehr allein natürlichen Schwankungen. Ursache seien Wasserabgaben aus Staudämmen in Ländern am Oberlauf.
Eigentlich müssten sich die Mekong-Anrainer vor solchen Ablässen abstimmen. Thailand erfahre davon nach Thongsris Darstellung jedoch erst, wenn das Wasser bereits freigesetzt worden sei.
20 Provinzen sollen sich auf Überschwemmungen vorbereiten
Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul hat die Vizepremierminister mit der Wasseraufsicht in verschiedenen Landesteilen beauftragt. Thongsri ist für die 20 Provinzen im Nordosten zuständig.
Er berief bereits in der vergangenen Woche die zuständigen Behörden ein und gab Anweisungen zur Vorbereitung auf Überschwemmungen. Die Provinzen sollen Maßnahmen zum Schutz und zur Unterstützung der Bevölkerung treffen.
Neun Maßnahmen für die Kabinettssitzung
Thongsri will neun Maßnahmen in die Sitzung des Kabinetts einbringen. Damit sollen alle Provinzen ihre Vorbereitungen für mögliche Hochwasser verstärken.
Die Behörden sollen außerdem Lehren aus früheren Ereignissen ziehen, damit sich bekannte Probleme nicht wiederholen. Nach Thongsris Angaben gibt es bereits einen umfassenden Plan für den Umgang mit Dürre und Überschwemmungen.
Außenministerium soll Gespräche mit Anrainerstaaten führen
Auf die Frage, ob Wasser zunächst abgelassen und Thailand erst danach informiert werde, bestätigte Thongsri dies nach seinem Kenntnisstand. Eine frühzeitige Mitteilung sei nötig, damit Schutzmaßnahmen rechtzeitig vorbereitet werden könnten.
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Die weitere Abstimmung mit den Ländern am Mekong soll nun das Außenministerium übernehmen. Es soll um Zusammenarbeit bitten und eine frühere Information über geplante Wasserabgaben erreichen.


Es ist ja nicht das erste mal, das am Oberlauf Staudämme geöffnet werden und die Flutwelle dann irgendwann Thailand erreicht. Berichte darüber liest man jedes Jahr wieder.
Die Lehren, die entsprechende Behörden daraus gezogen haben, sind inzwischen in einen umfassenden Plan eingezogen. Na klasse. Die Umsetzung des selben wäre vielleicht von Vorteil.