Thailand prüft Einbürgerung mehrerer Israelis

Das Innenministerium untersucht rückwirkend, ob die vor mehr als zehn Jahren erteilten Staatsbürgerschaften rechtmäßig waren. Geprüft werden auch mögliche Nominee-Geschäfte und Geldströme.

Thailand prüft Einbürgerung mehrerer Israelis
Amarin TV

BANGKOK – Mehrere israelische Personen, darunter Geschäftsleute und religiöse Führer, erhielten vor mehr als zehn Jahren die thailändische Staatsbürgerschaft. Das Innenministerium prüft jetzt rückwirkend, ob die damaligen Verfahren rechtmäßig abliefen. Namen und weitere Einzelheiten bleiben vorerst unter Verschluss.

Innenministerium prüft mehrere alte Fälle

Der stellvertretende Innenminister Pholphir Suwanchawee erklärte am 9. August, die Behörden hätten mehr als einen solchen Fall gefunden. Eine erste Prüfung habe bestätigt, dass die betroffenen Personen tatsächlich die thailändische Staatsbürgerschaft besitzen.

Zum Zeitpunkt der Anträge hätten den zuständigen Beamten vermutlich Unterlagen und Nachweise vorgelegen, die für eine Einbürgerung sprachen. Nun soll geprüft werden, ob alle Schritte des Verfahrens dem Gesetz entsprachen.

Soziale Medien lösten die Überprüfung aus

Die Überprüfung folgte auf Behauptungen auf einer beliebten Seite in sozialen Medien. Dort war von einem Netzwerk israelischer Personen die Rede, die die thailändische Nationalität und thailändische Personalausweise erhalten hätten.

Das Innenministerium untersucht nun die früheren Genehmigungen. Ergebnisse zu einem möglichen Fehlverhalten liegen bislang nicht vor.

Verbindung zu Chabad wird geprüft

Pholphir wies Berichte zurück, wonach die eingebürgerten Personen Direktoren von Chabad seien, einer jüdischen Religionsorganisation. Nach seinen Angaben waren sie Direktoren einer Firma, der die Räumlichkeiten gehören, in denen sich eine Chabad-Einrichtung befindet.

Diese Firma sei in der Form eines anderen Unternehmens registriert worden und habe Merkmale eines sogenannten Nominee-Unternehmens gezeigt. Deshalb prüfen die Behörden auch mögliche illegale Geschäfte und die Geldströme.

Namen bleiben vorerst geheim

Die Behörden haben bislang keine Namen veröffentlicht. Das Ministerium will die Überprüfung und die Ermittlungen zunächst abschließen, bevor weitere Einzelheiten bekannt gegeben werden.

Pholphir sagte, dass jeder unabhängig von seiner Staatsangehörigkeit rechtlich verfolgt werde, wenn er gegen das Gesetz verstoße.

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: AseanNow
Bramburi Pattaya - Futtern wie bei Muttern

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.