KOH SAMUI, THAILAND – Nach einem Streit um den Ausschluss israelischer Besucher aus dem Samui Exotic Park ist das Elternhaus des Betreibers Kevin Dimino im Lyoner Vorort Villeurbanne durch Brandstiftung beschädigt worden. Die Thailänderin Jindarat und ihr französischer Ehemann Kevin vermuten einen Zusammenhang mit der Auseinandersetzung. Die Kriminalpolizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem Molotowcocktail als Tatmittel aus.
Feuer bricht in Frankreich gegen 4 Uhr aus
Am 19. August teilten Jindarat und Kevin mit, dass ihr Elternhaus im Quartier Saint-Jean in Villeurbanne, einem Vorort von Lyon, gegen 4 Uhr morgens in Brand geraten sei. Kevins Mutter soll sich zu diesem Zeitpunkt im Gebäude befunden haben, konnte das Haus aber sicher verlassen.
Jindarat veröffentlichte später Fotos auf Facebook, die Schäden am Gebäude zeigen. Sie wies Behauptungen zurück, der Vorfall sei eine Falschmeldung, und erklärte, das Feuer habe sich tatsächlich in ihrem Elternhaus ereignet. Die Kriminalpolizei hat die Brandstelle untersucht; vorläufige Erkenntnisse deuten auf einen Molotowcocktail als Tatmittel hin. Überwachungskameraaufnahmen werden ausgewertet, um den oder die Täter zu identifizieren.

Betreiber vermuten Zusammenhang mit dem Streit
Das Paar erklärte, kürzlich eine Drohung erhalten zu haben, die sich auf ein Feuer bezogen habe. Deshalb vermuten Jindarat und Kevin, dass der Brand mit dem früheren Streit um ihr Geschäft zusammenhängt und israelische Staatsangehörige dafür verantwortlich sind.
Die Identität möglicher Verdächtiger steht jedoch nicht fest. Auch die Brandursache wurde bislang nicht geklärt; nach den vorliegenden Angaben wurde in Frankreich noch niemand als Verdächtiger ermittelt.
Israelische Familie beklagt verweigerten Eintritt
Auslöser des Streits war der Vorwurf einer israelischen Familie, sie sei am 12. August wegen ihrer Nationalität nicht in den Park gelassen worden. Der Vater erklärte außerdem, ein Mitarbeiter habe ihn vor seinen beiden Töchtern im Alter von sechs und neun Jahren mit dem Kopf gestoßen.
Die Familie wandte sich nach ihrer Reise nach Koh Samui an Medien in Israel. Jindarat und Kevin räumten später ein, israelischen Staatsangehörigen den Zutritt zum Samui Exotic Park verweigert zu haben.
Park weist auf frühere Vorfälle hin
Jindarat begründete das Verbot mit mehreren Vorfällen, an denen israelische Besucher beteiligt gewesen sein sollen. Sie warf einigen Gästen vor, den Park ohne Bezahlung betreten, Tiere schlecht behandelt, sich in Warteschlangen vorgedrängt und andere Besucher gestört zu haben.
Vor dem Geschäft ließ das Paar ein Schild mit der Aufschrift „Free Palestine“ anbringen. Jindarat sagte außerdem, sie und ihre Familie hätten Todesdrohungen erhalten – darunter das Angebot von 500.000 Baht für die Tötung von ihr und Kevin.
Innenministerium untersucht den Fall
Die genauen Umstände der Drohungen sind nicht abschließend geklärt.
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Thailands Innenministerium schaltete sich in den Streit ein. Vizeminister Polapee Suwunchwee kündigte am 17. August an, Verwaltungsbeamte würden alle Beteiligten zusammenbringen, um den Konflikt beizulegen. Er hatte zuvor mit dem Gouverneur der Provinz Surat Thani gesprochen, zu der Koh Samui gehört. Konkrete Angaben zu rechtlichen Schritten in Frankreich wegen des Brandanschlags machte das Paar bislang nicht.

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