Vier Minderjährige aus Karaoke-Lokal gerettet

Nach einem fingierten Geschäft nahm die Polizei in Nakhon Sawan die Betreiberin fest. Ihr wird vorgeworfen, Zahlungen einbehalten und Jugendliche zur sexuellen Ausbeutung vermittelt zu haben.

Vier Minderjährige aus Karaoke-Lokal gerettet
Police News

NAKHON SAWAN, THAILAND – Die thailändische Polizei hat in einem Karaoke-Lokal in Nakhon Sawan vier Minderjährige unterstützt und die Betreiberin festgenommen. Die 46-Jährige soll den Angaben zufolge den Betrieb kontrolliert und pro Vermittlung 500 Baht vom Geld der Jugendlichen einbehalten haben.

Ermittler greifen nach fingiertem Geschäft zu

Ermittler kontaktierten eine 17-Jährige und vereinbarten einen Preis von 2.000 Baht. Die Zahlung erfolgte per QR-Code des Lokals, anschließend wurde die Jugendliche in ein Resort nahe dem Karaoke-Betrieb gebracht.

Dort gaben sich die Beamten zu erkennen, nahmen die Betreiberin fest und kümmerten sich um die Jugendliche. Die Polizei war nach einem Hinweis auf den illegalen Handel mit sexuellen Dienstleistungen Minderjähriger aktiv geworden.

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Betreiberin soll den Betrieb gesteuert haben

Bei der Festgenommenen handelt es sich um eine Frau namens Wadi, die unter dem Spitznamen „Jee Ple“ bekannt ist. Die Polizei nahm sie in dem Karaoke-Lokal im Bezirk Mueang in der Gemeinde Nong Pling fest.

Nach den Ermittlungen soll sie als Eigentümerin und Aufsichtsperson die Mitarbeiterinnen kontrolliert, die Zimmerbelegung organisiert und Zahlungen entgegengenommen haben. Bei einer anschließenden Durchsuchung trafen die Beamten sie am Tresen an.

Neun Mitarbeiterinnen und drei weitere Minderjährige entdeckt

Im Lokal fanden die Einsatzkräfte neun weitere weibliche Beschäftigte. Unter ihnen waren drei 16-jährige Mädchen, die dort offenbar ebenfalls arbeiteten.

Zusammen mit der 17-Jährigen wurden damit insgesamt vier Personen unter 18 Jahren aus dem Betrieb herausgeholt. An dem Einsatz beteiligten sich neben der Polizei auch Mitarbeiter der Organisation International Protection Alliance.

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Mehrere Vorwürfe gegen die Verdächtige

Die Frau soll eingeräumt haben, dass das Lokal bei jeder Vermittlung 500 Baht vom Geld der Jugendlichen einbehielt. Die Polizei wirft ihr Menschenhandel zur Ausbeutung durch Kinderprostitution vor.

Außerdem geht es um die Vermittlung und das Verbringen einer unter 18-jährigen Person zu anstößigen Zwecken, das Verleiten oder Dulden eines anstößigen Verhaltens bei einem Kind sowie den Betrieb einer nicht genehmigten Vergnügungsstätte. Die Verdächtige wurde der zuständigen Einheit zur weiteren Strafverfolgung übergeben.

Jugendliche erhalten Schutz und psychologische Hilfe

Die vier Jugendlichen wurden einem interdisziplinären Team und der Sozialbehörde der Provinz Nakhon Sawan übergeben. Dort sollen zunächst ihre Situation geprüft und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

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Geplant sind außerdem psychologische Betreuung sowie Hilfe nach den gesetzlichen Ansprüchen und den Schutzrechten von Kindern.

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Quelle: Thai Police News

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