Neue Visa-Regeln schuld? Rückgang der Touristenzahlen

Ab 15. September 2026 gilt für Reisende aus 60 Ländern eine 30-tägige visafreie Einreise, darunter Indien. Insgesamt sanken die Auslandsankünfte.

Neue Visa-Regeln schuld? Rückgang der Touristenzahlen
KhaoSod English

BANGKOK, Thailand – Thailands Besucherzahlen aus Indien sind vom 1. bis 22. August im Jahresvergleich um 11,6 Prozent gesunken. Indien war damit der einzige der vier wichtigsten internationalen Märkte des Landes mit einem Rückgang. Der Rückgang folgte laut Zentralbank auf geplante Änderungen bei den Regeln für die visafreie Einreise, während die Erholung bei den Kurzstreckenankünften ohne China langsam vorankam.

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Indische Ankünfte gehen erneut zurück

Der Rückgang fiel geringer aus als im Juli. Damals waren die Ankünfte aus Indien um 20,2 Prozent eingebrochen.

Pranee Sutthasri, leitende Direktorin der makroökonomischen Abteilung der Bank of Thailand, sagte bei einem Briefing zu den Wirtschafts- und Währungsbedingungen im Juli am Montag, dem 31. August 2026, dass die Behörden die Ankünfte aus Indien weiter beobachten würden.

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Geplante Änderungen der Visaregeln

Das Kabinett hatte im Juli beschlossen, den visafreien Aufenthalt für Touristen zu halbieren und mehrere Länder aus dem bisherigen Programm zu nehmen. Gleichzeitig wurden neue Einreisevorteile für andere Nationalitäten beschlossen, darunter für Reisende aus Indien.

Ab dem 15. September 2026 gilt die 30-tägige visafreie Einreise für Besucher aus 60 Ländern. Indien wurde im Juli in die geänderte Liste aufgenommen. Die Regelung betrifft auch kurze Reisen, Familienurlaube und wiederholte Thailand-Besuche.

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China, Europa und Nahost legen zu

Indien war 2025 mit einem Anteil von 7,5 Prozent an allen Ankünften Thailands drittgrößter internationaler Quellmarkt. China lag mit 33,6 Prozent vorn, Europa lag mit 12,4 Prozent dahinter, während der Nahe Osten als viertgrößter Markt auf 7,3 Prozent kam.

Vom 1. bis 22. August stiegen die Ankünfte aus China um 23,5 Prozent. Europa verzeichnete ein Plus von 1,2 Prozent, aus dem Nahen Osten kamen 18,6 Prozent mehr Besucher.

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Gesamtzahl ausländischer Gäste nahezu stabil

Insgesamt sank die Zahl der ausländischen Ankünfte im Jahresvergleich nur um 0,3 Prozent. Im Juli hatte der Rückgang noch 2,5 Prozent betragen.

Saisonbereinigt stieg die Zahl der ausländischen Touristen von 2,1 Millionen im Juni auf 2,5 Millionen im Juli. Dazu trugen vor allem Fernmärkte wie Europa, der Nahe Osten und China bei. Bei den Kurzstreckenmärkten ohne China verlief die Erholung langsamer.

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Mehr Tourismuseinnahmen, aber kürzere Aufenthalte

Die Einnahmen aus dem Tourismus legten im Juli saisonbereinigt um 2,7 Prozent zu. Gleichzeitig gaben Besucher pro Reise weniger aus.

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Nach Angaben der Zentralbank lag das an einer leicht kürzeren durchschnittlichen Aufenthaltsdauer. Die Reisegewohnheiten normalisierten sich nach der Entspannung der Spannungen im Nahen Osten.

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Flugkapazitäten bleiben begrenzt

Die schrittweise Erholung der Flugverbindungen stützte die Nachfrage. Hinzu kam ein stärkeres Reiseaufkommen während der Schulferien im Sommer in vielen Ländern.

Pranee Sutthasri sagte, das Tempo der Erholung werde teilweise von den weiterhin begrenzten Flugkapazitäten abhängen. Auch der starke Wettbewerb zwischen den regionalen Tourismusmärkten werde den thailändischen Reisesektor weiter beeinflussen.

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Quelle: AseanNow

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