SEPANG, MALAYSIA – AirAsia startet sein erstes Codeshare-Abkommen und verbindet Kuala Lumpur über Istanbul mit fünf europäischen Zielen. Die Tickets beginnen bei RM799, rund 6.585 Baht, für die einfache Strecke. Auch Reisende aus Thailand sollen vom erweiterten Netzwerk nach Europa profitieren.
Fünf Europa-Ziele ab RM799
Pegasus Airlines ist die größte Billigfluggesellschaft der Türkei. Zum Start geht es von Kuala Lumpur über Istanbul nach London-Stansted, Moskau-Wnukowo, Ankara, Zürich und Athen. Die Anschlussflüge laufen über den Flughafen Istanbul Sabiha Gökçen, dem Drehkreuz von Pegasus Airlines.
Die Einstiegspreise beginnen bei RM799 inklusive Gebühren für die einfache Strecke. Hin- und Rückflüge gibt es ab 199 US-Dollar, rund 6.630 Baht, nach Ankara, Moskau, Athen und Zürich. Für London beginnen die Rückflugpreise bei 299 US-Dollar, etwa 9.960 Baht.
AirAsia fliegt künftig täglich nach Istanbul
Die direkte Verbindung von AirAsia X zwischen Kuala Lumpur und Istanbul wird derzeit viermal pro Woche angeboten. Bis Februar 2027 soll die Verbindung täglich angeboten werden.
Buchungen sind über die AirAsia-MOVE-App und die Website möglich. Das Aktionsfenster läuft vom 2. bis 6. September, die Reisen können bis zum 27. März 2027 stattfinden.
Ein Ticket und Gepäck bis zum Ziel
Reisende erhalten beim Check-in beide Bordkarten für die gesamte Strecke. Das Gepäck wird bis zum Endziel durchgecheckt.
Wer etwa von Kuala Lumpur nach Athen über Istanbul fliegt, muss am türkischen Umsteigeflughafen nicht erneut einchecken und sein Gepäck nicht abholen. Die Passagiere folgen dort den Hinweisen zum nächsten Abflugsteig.
Mehr als 100 Verbindungen geplant
Die Zusammenarbeit soll schrittweise mehr als 100 Verbindungen zwischen Asien und Europa zugänglich machen. AirAsia bringt sein Netz in Südostasien ein, Pegasus verbindet Istanbul mit Europa.
Das europäische Pegasus-Netz umfasst laut AirAsia 160 Ziele in 56 Ländern.
In umgekehrter Richtung können Reisende aus Europa über Istanbul und Kuala Lumpur weiter nach Indonesien, auf die Philippinen, nach Thailand, China und Vietnam fliegen. Das AirAsia-Netz in der Asien-Pazifik-Region umfasst mehr als 140 Ziele.
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Thailand soll vom Europa-Netz profitieren
AirAsia erklärte, das Abkommen richte sich nicht nur an einen einzelnen Markt. Für Thailand soll es das bestehende Netzwerk zwischen dem Land und Europa stärken.
Eine weitere Codeshare-Verbindung für Thailand ist laut AirAsia möglich. Die Airline stellte für das kommende Jahr eine Partnerschaft mit einem anderen Anbieter über den Flughafen Don Mueang in Bangkok in Aussicht.
AirAsia erwartet höhere Auslastung
AirAsia rechnet durch die Zusammenarbeit mit Pegasus in den kommenden zwölf Monaten mit einem Anstieg der Auslastung um mindestens 15 bis 20 Prozent.
Im ersten Quartal 2026 beförderte die AirAsia-Gruppe fast 19 Millionen Passagiere, neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Thai AirAsia kam auf 6,2 Millionen Fluggäste, eine Auslastung von 88 Prozent und einen Anteil von 42 Prozent am Inlandsmarkt.
Im zweiten Quartal 2026 verringerte AirAsia Group die Kapazität im Jahresvergleich um 11 Prozent. Thai AirAsia beförderte 4,03 Millionen Passagiere und hielt einen Inlandsmarktanteil von 37 Prozent.
Bahrain-Projekt bleibt auf dem Plan
Das Codeshare mit Pegasus ersetzt die bereits angekündigten Pläne für ein Drehkreuz in Bahrain nicht. AirAsia hält an dem Vorhaben für März 2027 fest, sofern die geopolitische Lage dies zulässt.
Die beiden Projekte sollen unterschiedliche Märkte bedienen. Istanbul ist als Zugang zu Europa gedacht, Bahrain als Sprungbrett in den Nahen Osten und nach Afrika.
Neue Flugzeuge für die tägliche Verbindung
Die Strecke nach Istanbul wird derzeit mit Airbus-A330-Großraumflugzeugen bedient. Für den Ausbau auf tägliche Flüge sollen später neue Schmalrumpfflugzeuge mit größerer Reichweite zur Flotte stoßen.
AirAsia kündigte außerdem weitere europäische Ziele an. München, Prag, Madrid, Barcelona, Manchester und Edinburgh sollen bald verfügbar sein.
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