Pattaya: Tourist nach Kräuter-Abzocke entschädigt

Nach seiner Darstellung stieg der angekündigte Preis von 600 auf 11.000 Baht. Die Polizei prüft den Fall, eine Festnahme gab es bislang nicht.

Pattaya: Tourist nach Kräuter-Abzocke entschädigt
Daily News

PATTAYA, Thailand – Ein indischer Tourist hat nach einem mutmaßlich unter Druck zustande gekommenen Kauf von Kräuterprodukten 10.000 Baht zurückerhalten. Nach seiner Darstellung war ihm zunächst ein Preis von 600 Baht genannt worden, später sollte er in einem Geschäft 11.000 Baht zahlen.

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Tourist erhält 10.000 Baht zurück

Abdul Sajid, 45, meldete sich am 7. September um 0.10 Uhr bei der Polizei in Pattaya. Er erklärte, ein ausländischer Mann habe ihn nahe seinem Hotel in Süd-Pattaya angesprochen und ihm Kräuterprodukte gegen Haarausfall und Übergewicht angeboten.

Der Tourist sagte, er habe aus Angst bezahlt, um das Geschäft sicher verlassen zu können. Die Zahlung bestand aus 20.000 indischen Rupien per Überweisung, 6.000 Rupien in bar und 2.000 Baht in thailändischer Währung.Nach seiner Darstellung entsprach das insgesamt etwa 11.000 Baht.

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Aus 600 Baht wurden angeblich 11.000 Baht

Laut Sajid brachte ihn der Mann zu einem Geschäft für Kräuterprodukte an der Pattaya Second Road nahe einem Hotel. Dort seien drei ältere Männer gewesen, die ihn zum Kauf gedrängt hätten.

Nach seinen Angaben wurde im Laden ein Kräuterpulver gemischt. Am Ende habe er nur eine Flasche erhalten, bei der es sich seiner Einschätzung nach um Lotion oder Kokosöl mit einem üblichen Marktwert von rund 100 Baht handelte.

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Polizei spricht mit dem Ladenbetreuer

Polizisten begleiteten Sajid zur Identifizierung des Geschäfts. Auch Laksman Singh, der Vorsitzende der Indian Association of Eastern Thailand, kam mit mehreren indischen Freunden hinzu.

Der Besitzer war nicht vor Ort. Die Beamten trafen lediglich den 21-jährigen Sataporn an. Er erklärte, als Betreuer des Geschäfts zu arbeiten, und bestritt, zu wissen oder sich daran zu erinnern, ob er Sajid Produkte verkauft habe.

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Keine Festnahme nach dem Verkauf

Weil der angebliche Verkauf nicht im Beisein der Beamten stattgefunden hatte, konnte die Polizei Sataporn nicht festnehmen. Er wurde zur Besprechung und Verwarnung auf die Polizeiwache gebeten, begleitet von Singh und der indischen Gruppe.

Der Ladenbesitzer wies Sataporn später an, 10.000 Baht zurückzuzahlen. Sajid nahm das Geld an und kehrte zu seiner Unterkunft zurück.

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Polizei prüft weitere Schritte

Der Tourist übertrug den Besuch des Geschäfts live in den sozialen Medien. Die Polizei untersucht weiterhin die Angaben aus seiner Beschwerde, das Geschäft und das in Sajids Beschwerde geschilderte Verhalten.

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Touristen und ausländische Bewohner sollten vorsichtig sein, wenn Fremde ihnen Gesundheits-, Kosmetik- oder Wellnessprodukte anbieten und sie in ein bestimmtes Geschäft bringen wollen. Bei Verkäufen unter Druck sollte man kein Geld überweisen oder aushändigen, Belege und andere Nachweise aufbewahren und sich schnell an die Touristenpolizei oder die örtliche Polizei wenden.

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Quelle: AseanNow

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