BANGKOK, Thailand – Die Bank of Thailand sieht trotz des Zinsunterschieds zu den USA nur begrenzten Druck auf Kapitalabflüsse. Thailand verfügt über Nettowährungsreserven von mehr als 300 Milliarden US-Dollar, die kurzfristige Auslandsschulden 2,8-fach abdecken. Der Baht blieb zuletzt stabil.
Reserven decken Auslandsschulden 2,8-fach
Nach Angaben der Bank of Thailand liegen Thailands Nettowährungsreserven über 300 Milliarden US-Dollar. Damit übertreffen sie internationale Richtwerte.
Die Reserven decken die kurzfristigen Auslandsschulden 2,8-fach ab. Das begrenzt nach Einschätzung der Zentralbank das Risiko starker Kapitalabflüsse.
Zinsunterschied ist bereits eingepreist
Surach Tanboon, leitender Direktor der Abteilung für Geldpolitik bei der Bank of Thailand, sagte, der Ausblick auf den Zinsunterschied zwischen Thailand und den USA sei an den Märkten bereits berücksichtigt. Die Stabilität des Baht spiegele diese Erwartung wider.
Die Bewegungen der thailändischen Währung wurden laut Surach vor allem durch Veränderungen beim US-Dollar bestimmt. Auch die weltwirtschaftliche Entwicklung, die Geldpolitik großer Volkswirtschaften und geopolitische Faktoren wirkten sich aus.
50 Milliarden Baht flossen in thailändische Anlagen
Seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten verzeichnete Thailand zwar Kapitalabflüsse. Nach Angaben der Zentralbank blieben die Summen im Vergleich zu anderen Ländern der Region jedoch relativ gering.
Seit Beginn des Jahres 2026 flossen netto rund 50 Milliarden Baht in thailändische Vermögenswerte. Der größte Teil ging in Aktien, während auch der thailändische Anleihemarkt Zuflüsse erhielt. Die Bank of Thailand sieht deshalb keinen Grund zur Sorge über die Kapitalbewegungen.
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