Millionen-Deals illegal? Ermittlungen gegen Israelis

Behörden prüfen Landkäufe und Schabad-Zentren in mehreren Provinzen. Auf Phuket droht einzelnen Gebäuden sogar der Abriss.

Millionen-Deals illegal? Ermittlungen gegen Israelis
Naewna

PHUKET, THAILAND – Unternehmen mit Verbindungen zu einem israelischen Netzwerk sollen in drei südlichen Grenzprovinzen Land im Wert von fast 100 Millionen Baht gekauft haben. Der stellvertretende Innenminister Phonphir Suwannachawi kündigte eine persönliche Prüfung an. Hintergrund sind offene Fragen zu Eigentum, Finanzierung und möglichen Spannungen mit Religionen und Gemeinden.

Landkäufe im Süden werden persönlich geprüft

Mehrere Abgeordnete hätten ihn auf Unternehmen hingewiesen, die mit israelischen Friedhöfen oder anderen Geschäften verbunden seien und bereits Land in den drei südlichen Grenzprovinzen gekauft hätten, sagte Suwannachawi. Der Wert liege vermutlich bei fast 100 Millionen Baht.

Der stellvertretende Innenminister will vor Ort klären, wem die Flächen gehören, woher das Geld stammt, welche Unternehmen beteiligt sind und welches Ziel sie verfolgen. Er schließt Gespräche mit den Firmen über deren Geschäfte nicht aus, weil mögliche Konflikte mit Religionen oder Gemeinden vermieden werden sollen.

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Phuket gibt 30 Tage für fehlende Genehmigungen

Landesweit werden derzeit acht bis neun Schabad-Zentren und religiöse Einrichtungen israelischer Gemeinden geprüft. In Phuket stellte der Gouverneur Unregelmäßigkeiten bei Baugenehmigungen fest, darunter bei Umbauten und Gebäuden, die möglicherweise nicht als solche hätten errichtet werden dürfen.

Es bleiben 30 Tage, um fehlende Genehmigungen oder Unterlagen einzureichen. Geschieht das nicht, soll der Abriss angeordnet werden. In einem Geschäft wurden außerdem importierte Waren ohne Kennzeichnung oder Zulassung durch die thailändische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde entdeckt. Die zuständigen Stellen bereiten die Beschlagnahmung der Waren vor.

Behörden prüfen Bauten und Geldflüsse

Auch andere Schabad-Zentren im Süden sowie geplante Neubauten sollen kontrolliert werden. Die Gouverneure wurden angewiesen, vor allem die Baugenehmigungen zu prüfen und gemeinsam mit den zuständigen Behörden die Firmen zu untersuchen, die das Land besitzen.

Geprüft werden sollen auch die Geldflüsse hinter den Bauvorhaben. Suwannachawi verwies auf genannte Investitionssummen von 50 Millionen, 100 Millionen und 1.000 Baht. Weil Schabad-Zentren oder jüdische Synagogen selbst keine Einnahmen erwirtschaften könnten, wolle er wissen, woher das Geld für ihren Unterhalt stamme.

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Innenministerium will Netzwerk mit dem DSI untersuchen

Das von ihm angesprochene Netzwerk sei fast vollständig ausgeweitet worden, sagte der stellvertretende Innenminister. Eine weitere gemeinsame Sitzung mit dem Department of Special Investigation soll klären, wie weit sich die Verbindungen verfolgen lassen.

Gleichzeitig sollen die Behörden die Bevölkerung informieren, damit Sorgen nicht weiter wachsen. Die örtlichen Verwaltungen und Gouverneure sollen die Fakten zu den Projekten erklären und die Menschen über deren Inhalt und Zweck aufklären.

Auch in Krabi gibt es offene Fragen

Zur geplanten Schabad-Einrichtung in Krabi sagte Suwannachawi, dass auch er besorgt sei. Zuständig seien zunächst die Verwaltungsbehörden und der Gouverneur, die Informationen sammeln und die Bevölkerung informieren müssten.

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Falls die Provinz diese Aufgabe nicht ausreichend erfülle, werde er selbst nach Krabi reisen und sich die Inhalte des Projekts ansehen. Die Menschen sollten möglichst genaue Informationen erhalten, damit sie sich ein klares Bild machen könnten.

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Kontrollen in Bangkok laufen weiter

Bei einer Schabad-Einrichtung an der Phra Athit Road in Bangkok fand die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben keinen unterirdischen Bau, über den zuvor berichtet worden war. Die zweite und dritte Etage werden demnach als Unterkunft für Israelis genutzt. Auffälligkeiten seien zunächst nicht festgestellt worden.

Beim Schabad House in der Sukhumvit Soi 22 wurden dagegen eine Tiefgarage mit drei Untergeschossen und ein fünfstöckiges Gebäude bestätigt. Der Bau erfolgte laut Innenministerium auf Grundlage einer Anzeige für Bauarbeiten oder Umbauten nach Artikel 39 bis des thailändischen Baukontrollgesetzes von 1979. Möglich seien noch Fragen zum Abstand zwischen Straße und Resort. Er wies die Verwaltungsbehörde an, die Angaben mit der Stadtverwaltung abzugleichen, und will bei neuen Auffälligkeiten selbst prüfen.

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Quelle: Naewna

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