BANGKOK, THAILAND – Auf der Khao San Road könnten Lokale künftig nach Mitternacht öffnen dürfen. Die Regierung prüft dafür einen Pilotversuch, der auch Bestechung bekämpfen soll. Hintergrund sind Vorwürfe, wonach Betriebe Beamte bezahlt haben sollen, damit diese Verstöße übersehen.
Khao San Road soll Testfeld für längere Öffnungszeiten werden
Minister Paradorn Prissananantakul, der dem Büro des Premierministers zugeordnet ist, hat am 30. Oktober eine Sitzung geleitet. Daran nahmen Beamte aus Bangkok, Polizei und Regierungsbehörden teil. Thema war ein Pilotversuch für die Khao San Road und die nahe gelegene Rambuttri Road.
Paradorn sagte, die Khao San Road solle als Testfeld für neue Regeln dienen. Vorgesehen ist, dass Betriebe unter passenden Sicherheits- und Betriebsbedingungen über Mitternacht hinaus öffnen dürfen.
Verdacht auf Schmiergeld bei Kontrolle eines Lokals
Beamte des Innenministeriums fanden bei einer jüngsten Kontrolle eines Lokals an der Khao San Road mögliche Gesetzesverstöße. Außerdem gab es Hinweise, dass Zahlungen an Beamte mehrerer Behörden geflossen sein könnten, damit diese Verstöße übersehen.
Der Plan reagiert auf Sorgen über unlizenzierte Unterhaltungsbetriebe und Restaurants in Bangkok und in der Provinz Rayong. Die Vorwürfe betreffen Betriebe, die Beamten Bestechungsgeld gezahlt haben sollen.
Warum die Straße außerhalb der Vergnügungszonen liegt
Die Khao San Road liegt derzeit außerhalb der festgelegten Unterhaltungszonen Bangkoks. Trotzdem ist sie ein beliebtes Ziel für internationale Touristen. Betriebe müssen daher mit Restaurantlizenzen arbeiten.
Diese Vorgaben passen nach Paradorns Worten nicht immer zum Nachtleben im Viertel. Er warnte, sie könnten Bestechung begünstigen. Zudem könnten sie laut Minister die Einnahmen von Restaurantangestellten, Musikern und anderen Beschäftigten in der Servicebranche.
Vollständiges Register aller Lokale geplant
Als ersten Schritt wollen die Behörden ein vollständiges Verzeichnis aller Unterhaltungslokale, ähnlich arbeitender Betriebe und Restaurants erstellen. Die Daten sollen geprüft und vereinheitlicht werden. So arbeiten alle Behörden mit denselben Informationen.
Daneben prüft die Regierung eine Änderung des Entertainment Places Act. Ziel ist, Begriffe und Anforderungen an den Betrieb zu aktualisieren. Geplant ist außerdem ein königliches Dekret, das Gebiete festlegt, in denen keine Unterhaltungsbetriebe entstehen dürfen.
Farbsystem für Risiken und bessere Wege bei Lärmbeschwerden
Ein weiterer Vorschlag sieht eine farbliche Risikoeinstufung für Betriebe vor. Lärmbeschwerden sollen künftig besser gemeldet werden können. Solche Fälle sollen an die zuständigen Behörden zur Prüfung weitergeleitet werden.
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Die Beamten wollen außerdem Lizenzen und Sicherheitsmaßnahmen der Lokale kontrollieren. Dafür sind Gespräche mit Betreibern und Anwohnern vorgesehen.
Betreiber und Anwohner sollen zu den Plänen gehört werden
Die Regierung prüft die Vorschläge noch. Betreiber und Anwohner sollen zu den geplanten Änderungen konsultiert werden.
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