Polizei zerschlägt Betrugsnetz über Facebook

Der Schaden liegt laut Ermittlern bei über 200 Millionen Baht. Gegen 39 Beteiligte wurden Haftbefehle erlassen, 16 Gesuchte sind noch auf der Flucht.

Polizei zerschlägt Betrugsnetz über Facebook
Police News

BANGKOK, Thailand – Die thailändische Polizei hat ein Betrugsnetzwerk ausgehoben, das Opfer zuerst über Facebook umgarnte und sie danach mit angeblichen Börsengewinnen um ihr Geld brachte. Nach Angaben der Polizei wurden 14 Verdächtige festgenommen. Der Schaden liegt laut Ermittlern bei mehr als 200 Millionen Baht.

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14 Verdächtige festgenommen, Zugriff in zehn Provinzen

Am 30. Oktober ordnete die Polizei die Aktion an. Festgenommen wurden 14 Personen, die nach Angaben der Polizei zu einer Bande gehören, die gefälschte Trading-Apps betrieb. Die Festnahmen fanden in zehn Provinzen statt, darunter Bangkok, Samut Prakan, Rayong, Pathum Thani und Nakhon Pathom.

Die Verdächtigen sollen sich nach Angaben der Polizei wegen mehrerer Delikte verantworten. Dazu gehören Betrug durch das Vortäuschen einer anderen Identität, gemeinschaftlicher Betrug an der Bevölkerung und Betrug im Zusammenhang mit Krediten. Außerdem wird ihnen vorgeworfen, falsche Daten in ein Computersystem eingespeist zu haben, um Menschen zu schaden.

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Falsche Facebook-Liebe und angebliche Gewinne

Der Kontakt begann nach Polizeiangaben mit einem gefälschten Facebook-Profil. Die Täter traten unter dem Namen Fah auf und bauten zu ihren Opfern eine romantisch gefärbte Beziehung auf. Erst als die Opfer Vertrauen gefasst hatten, wurden sie eingeladen, eine angebliche Trading-App herunterzuladen.

Die App versprach nach Angaben der Ermittler Renditen und Gewinne von angeblich 100 Prozent innerhalb von sieben Tagen. Diese Zahlen waren nach Einschätzung der Polizei weit überzogen und sollten die Opfer zum Investieren bewegen.

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Fake-Gewinne auf dem Bildschirm, echte Verluste auf dem Konto

Sobald die Opfer Geld überwiesen, zeigte die Plattform nach Angaben der Polizei hohe Gewinne an. Diese Beträge existierten jedoch nur im System. Wollten die Opfer ihr Kapital samt Gewinn abheben, stellte der Plattform-Administrator neue Hürden auf.

Die Betrüger behaupteten, die Opfer hätten gegen Regeln verstoßen. Deshalb sollten sie angeblich Strafgebühren, Steuern und eine Kaution für das Konto zahlen. Viele Opfer überwiesen daraufhin mehrfach weiteres Geld, in der Hoffnung, wenigstens ihre Einlage zurückzubekommen.

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36 Firmenkonten zum Waschen des Geldes

Die Gesamtsumme der Verluste übersteigt nach Polizeiangaben 200 Millionen Baht. Die Täter sollen das Geld über Konten von Unternehmen geschleust haben, die als Geldwäsche-Drehscheibe dienten. Insgesamt nutzte die Bande dafür 36 Firmen.

Über diese Konten wurden Vermögenswerte verschoben. Die Ermittler wollen Vermögenswerte aufspüren und beschlagnahmen, um sie den Opfern zurückzugeben.

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39 Haftbefehle, 16 Gesuchte noch auf der Flucht

Das Gericht erließ nach Angaben der Ermittler Haftbefehle gegen 39 Beteiligte. Bisher wurden 14 davon festgenommen. Neun Personen befinden sich bereits im Gefängnis, 16 weitere Verdächtige sind laut Polizei noch auf der Flucht.

Die Ermittler wollen die übrigen Verdächtigen fassen und Kontakt zu den zuständigen Behörden halten, um das Vermögen für die Opfer zurückzuholen.

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Quelle: Thai Police News

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