BANGKOK, Thailand – Auf dem Flughafen Suvarnabhumi hat sich der Boden erneut gesenkt, und zwar nahe der Stelle, an der es schon vor einer Woche Probleme gab. Eine Emirates-Maschine vom Typ A380 musste über eine Stunde warten, bevor sie weiterrollen konnte. Der Betreiber sperrt deshalb die zentrale Piste 13 Stunden lang, um den Schaden tiefgreifend zu reparieren.
Zentrale Piste ab 3. November 13 Stunden gesperrt
Die Airports of Thailand (ทอท.) sperren die Mittelpiste 02R/20L von 3. November, 19 Uhr, bis 4. November, 8 Uhr. Das sind insgesamt 13 Stunden.
Auf einer Fläche von 15 mal 100 Metern wird der Belag bis 33 Zentimeter tief ausgegraben und repariert. Ab 4. November, 8 Uhr, soll die Piste wieder regulär zur Verfügung stehen.
A380 musste über eine Stunde am Boden warten
Laut Vizepremierminister und Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn geschah der Vorfall an der Schwelle der Piste 02R. Die Stelle liegt nahe dem Punkt, an dem sich der Boden schon eine Woche zuvor gesenkt hatte. Andere Flüge wichen auf nahe gelegene Rollwege aus.
Die A380 ist das größte Verkehrsflugzeug der Welt. Leer wiegt sie rund 276 Tonnen, das maximale Startgewicht liegt je nach Version zwischen 510 und 575 Tonnen. Weil solche Maschinen dort rollen, müssen die Oberflächen von Pisten und Rollwegen nun gründlich auf ihre Festigkeit geprüft werden.
Rollweg E21 bleibt 48 Stunden gesperrt
Auch der Rollweg E21 wird ausgebessert. Die Reparaturfläche misst 10 mal 45 Meter und wird ebenfalls 33 Zentimeter tief bearbeitet. Der Rollweg bleibt vom 4. November, 8 Uhr, bis 6. November, 8 Uhr, durchgehend gesperrt.
So lange braucht der frische Belag, um auszuhärten und ausreichend fest zu werden. In dieser Zeit rollen Flugzeuge über den nahe gelegenen Rollweg E19. Dieser wird vorher auf seine Festigkeit geprüft.
Zwei weitere Pisten bleiben in Betrieb
Während die Mittelpiste gesperrt ist, hat der Flughafen Suvarnabhumi noch zwei weitere Pisten. Flugzeuge erreichen die westliche Piste 02L/20R über die Rollwege E3 und E17.
Die Flugsicherung Aeronautical Radio of Thailand (AEROTHAI) hat vorab bestätigt, dass die verbleibenden Pisten den Flugverkehr bewältigen können, ohne den Betrieb zu beeinträchtigen. Die Planung der Sperrungen wurde deshalb mit allen beteiligten Stellen abgestimmt.
Langfristiger Wartungsplan soll Wiederholungen verhindern
Minister Phiphat betonte, dass es nicht nur um die aktuelle Reparatur geht. Der Betreiber und der Flughafen wollen Pisten und Rollwege künftig systematisch warten und auf ihre Festigkeit prüfen, damit sich das Problem nicht wiederholt.
Nach Angaben von Airports of Thailand und dem Flughafen Suvarnabhumi gibt es Pläne für kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen. Ziel ist ein sicherer Betrieb für alle Flugzeugtypen.
Luftfahrtbehörde prüft vor Ort und berät nächste Woche
Die Zivilluftfahrtbehörde CAAT (กพท.) schickt diese Woche Mitarbeiter zum Flughafen. Gemeinsam mit dem Flughafen sollen sie technische Daten zum Zustand der Pisten und Rollwege sammeln und die Ursachen der Absenkung klären.
Die Ergebnisse will die Behörde in der Sitzung der kommenden Woche besprechen.
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