Smog-Alarm! Kaum Strafen für Dreckschleudern

Der Senat hat die Bußgeld-Obergrenzen für Fabriken gesenkt, das Feinstaub-Gesetz soll vor der nächsten Saison gelten. Einige Ausschussmitglieder fürchten, dass Verschmutzer kaum noch abgeschreckt werden.

Smog-Alarm! Kaum Strafen für Dreckschleudern
KI generiertes Symbolbild

BANGKOK, Thailand – Thailands Senat hat die Höchststrafen für Industriebetriebe im Luftreinhaltegesetz deutlich gesenkt. Ein gemeinsamer Parlamentsausschuss will die Beratungen in dieser Sitzungsperiode abschließen, damit das Gesetz vor der nächsten Feinstaub-Saison (PM2.5) in Kraft tritt.

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Industriestrafen werden drastisch gesenkt

Der Senat hat die Höchststrafen für Industriebetriebe von 50 bis 100 Millionen Baht auf 5 bis 10 Millionen Baht reduziert. Als Gründe nannte er die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Nachbarländern und die Durchsetzbarkeit der Regeln.

Einige Ausschussmitglieder sind darüber besorgt. Sie befürchten, dass niedrigere Strafen Umweltverschmutzer nicht abschrecken.

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Sechs Änderungen am Gesetzentwurf

Nach der sechsten Sitzung am 3. November 2026 hat sich der Ausschuss auf sechs Änderungen verständigt, wie Senator Palawat Tansiri sagte. Doppelte Gebühren auf Produkt- und Branchenebene sollen verhindert werden, ebenso Überschneidungen mit Gesetzen wie dem Oil Fuel Fund. Landwirte müssen zudem keine Systeme zur Überwachung der Luftverschmutzung mehr installieren, um Kosten zu sparen.

Auch die Definition besonders gefährdeter Gruppen wird enger gefasst: Darunter sollen künftig nur Außenarbeiter fallen, die dauerhaft Luftverschmutzung ausgesetzt sind. Kandeeliao Phairoj sagte, das Gesetz sei wichtig und solle letztlich durchgesetzt werden. Es müsse sorgfältig formuliert, praktikabel und mit bestehenden Gesetzen abgestimmt sein. Zuständigkeiten dürften sich nicht überschneiden, und Verschmutzer sollten Verantwortung teilen und breit einbezogen werden.

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Clean Air Fund startet erst nach einem Jahr

Das Kapitel zum Clean Air Fund soll erst ein Jahr nach der Veröffentlichung des Gesetzes in Kraft treten. So bleibt Zeit, einen Vorstand zu berufen und Betriebsregeln festzulegen.

Im ersten Jahr gibt es keine Einnahmen aus Gebühren oder Bußgeldern. Außerdem muss der Fonds den Prozess des Revolving-Fund-Komitees durchlaufen.

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Lokale Verwaltungschefs verlieren Automatismus

Lokale Verwaltungschefs werden nicht mehr automatisch zu Beauftragten für saubere Luft. Stattdessen ernennen die Minister sie, die lokalen Behörden bleiben aber eingebunden.

Der Ausschuss ist sich außerdem einig, dass Vertreter der Privatwirtschaft nicht in Regulierungs- oder Fondsgremien sitzen sollen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Ihre mögliche Rolle in politischen, akademischen, wirtschaftlichen und provinziellen Ausschüssen für saubere Luft braucht noch ein bis zwei weitere Sitzungen.

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Abschnitt 98 zu Altfahrzeugen fällt weg

Abschnitt 98 zu Altfahrzeugen soll gestrichen werden. Das Department of Land Transport kann solche Fahrzeuge nicht direkt in ein Verschrottungssystem überführen, andere Behörden regeln das Fahrzeugalter bereits. Der Ausschuss betont, dass die Kontrolle der Emissionen Vorrang haben sollte.

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Umstritten bleibt, ob Provinz-Ausschüsse für saubere Luft von Gouverneuren oder von Präsidenten der Provinzverwaltungsorganisationen geleitet werden sollen. Die Präsidenten der Provinzverwaltungsorganisationen sollen als stellvertretende Vorsitzende dienen.

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Register, Bankenhaftung und offene Abstimmungen

Der Senat schlug vor, das Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister (PRTR) durch den Begriff „Informationen zur Ableitung von Luftschadstoffen“ zu ersetzen. Das passt besser zu bestehenden Gesetzen und ist für kleinere Betriebe ohne ausgefeilte Überwachungs- oder Behandlungssysteme praktischer. Weitere Punkte betreffen Konsultationen zu umweltbelastenden Projekten, grenzüberschreitende Verschmutzung über das Außenministerium, temporären Schutz und Sammelklagerechte, die bereits durch andere Gesetze geregelt sind.

Zur Debatte stehen außerdem eine mögliche Haftung von Banken für Kredite an umweltbelastende Unternehmen und die Streichung eines Pfandsystems für Verpackungsabfälle und Chemikalien. Über die noch strittigen Punkte soll in der kommenden Woche abgestimmt werden. Der Ausschuss will zudem nicht, dass unvollständige Informationen oder andere Ausreden das Gesetz verzögern.

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Quelle: AseanNow

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