PATTAYA, THAILAND – Zugriff im Luxus-Kondo: Ermittler der Polizeiregion 2 haben in Pattaya acht mutmaßliche Mitglieder eines internationalen Scammer-Netzes festgenommen. Die Gruppe soll Bankkonten aufgekauft und Geld in Kryptowährungen verschoben haben. Der Schaden liegt bei mehr als 100 Millionen Baht.
Durchsuchung in Pattaya Zentrum
Mit einem Durchsuchungsbeschluss des Provinzgerichts Pattaya rückten Beamte des Cyber-Zentrums der Polizeiregion 2 an, gemeinsam mit der Polizei Pattaya und der Einwanderungspolizei Chonburi. Ziel war ein Luxus-Kondominium in Pattaya Zentrum im Bezirk Bang Lamung.
Hintergrund ist der Regierungsauftrag, gegen internationale Scammer-Netze, Mule-Konten und digitale Geldwäsche vorzugehen. Polizeichef Samran Nuanma und die Polizeispitze drängten auf mehr Ermittlungen. Regionalchef Wasan Techa-akkharakasem gab den Einsatzbefehl.
Acht Festnahmen und über 100 Beweisstücke
Unter den Festgenommenen sind fünf Thailänder, nämlich zwei Männer und drei Frauen. Dazu kommen drei Chinesen, allesamt Männer. Alle gelten als Teil des Scammer-Netzwerks.
Die Beamten stellten mehr als 100 Gegenstände sicher: 22 Kontobücher, 35 ATM-Karten, 28 SIM-Karten, 19 Handys und 3 Notebooks. Hinzu kommen mehrere weitere elektronische Geräte.
Mule-Konten als Geldkanal
Erste Auswertungen von Daten und Beweisstücken führen zu Betrugsfällen im Internet, die Menschen in vielen Teilen des Landes getroffen haben. Die Gruppe soll Bankkonten und ATM-Karten beschafft und gehandelt haben.
Über diese sogenannten Mule-Konten sollte das Geld aus den Taten eingehen. Die Konten waren also die Empfangsstation für die Beute der Betrüger.
Spur führt zu Kryptowährungen
Die Ermittler fanden Hinweise, dass Geld über mehrere Krypto-Konten auf verschiedenen Plattformen verschoben wurde. Mutmaßlich sollte es so gewaschen werden.
Außerdem sicherten die Beamten Beweise, die womöglich mit Drogen zusammenhängen. Die Polizei spricht ausdrücklich von einem möglichen Zusammenhang.
Jagd auf die Hintermänner
Die Polizei verfolgt jetzt die Geldwege und sammelt weitere Beweise. Danach sollen Haftbefehle folgen. Im Visier stehen die Beschaffer der Konten und die Hintermänner der Organisation.
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