Marinebasis gegen Zollsenkungen – Gibt es den Deal?

đŸ›ƒâš ïž Zollrabatt fĂŒr US-Waren – aber zu welchem Preis? Darf Amerika bald Thailands Marinebasis nutzen? Oppositionspolitiker wittern einen gefĂ€hrlichen Hinterzimmer-Deal.

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Talk News Online

Geheime US-Deals? 
Opposition enthĂŒllt angebliche Marinebasis-PlĂ€ne 

BANGKOK – Die thailĂ€ndische Opposition schlĂ€gt Alarm: Abgeordnete der Palang-Pracharath-Partei (PPRP) werfen der Regierung vor, im Geheimen mit den USA ĂŒber die Nutzung des Thap-Lamu-MarinestĂŒtzpunkts in der Provinz Songkhla zu verhandeln – angeblich im Austausch gegen niedrigere US-Importzölle. Bei einer Pressekonferenz am 17. Juli warf der PPRP-Abgeordnete Chakaj Phatthanakitwibun der Koalition vor, die Öffentlichkeit bewusst im Dunkeln zu lassen.

„Handel mit nationaler Sicherheit?“ 
Opposition fordert Transparenz

Chakaj, der die sĂŒdthailĂ€ndische Provinz Phang Nga vertritt, kritisierte scharf: „Ich habe GerĂŒchte gehört, dass die Regierung bereit ist, den USA Zugang zu unserer Marinebasis zu gewĂ€hren, nur um Handelsvorteile zu erhalten.“ Er warnte vor den Konsequenzen: „Das gefĂ€hrdet nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Tourismus und die Lebensgrundlagen der Anwohner.“ 

Besonders brisant: Die USA hatten unter der Trump-Administration thailĂ€ndische Exporte mit Strafzöllen von bis zu 36 Prozent belegt – ein Druckmittel, das jetzt offenbar Verhandlungsmasse sein könnte.

Handelsminister bestĂ€tigt Zollsenkungen 
aber schweigt zu Marinebasis

Unterdessen bestĂ€tigte Handelsminister Jatuporn Burispat PlĂ€ne, die Einfuhrzölle fĂŒr bestimmte US-Waren auf null Prozent zu senken. „Unsere Behörden haben bereits analysiert, welche Produkte betroffen wĂ€ren und welche Ausgleichsmaßnahmen nötig sind“, erklĂ€rte er. Der stellvertretende Minister Chantawit Tanthasit soll zudem den US-Botschafter Robert Frank Godec mit detaillierten Handelsdaten versorgen, um die Verhandlungsposition Thailands zu stĂ€rken.

Doch zur umstrittenen Marinebasis-Frage schwieg die Regierung. Der Vorwurf der PPRP wiegt schwer: Sollte es tatsĂ€chlich geheime Absprachen geben, wĂŒrde dies gegen thailĂ€ndische SouverĂ€nitĂ€tsprinzipien verstoßen. Der Thap-Lamu-StĂŒtzpunkt ist strategisch bedeutsam – gelegen am Indischen Ozean in der turbulenten SĂŒdregion, wo Thailand seit Jahren mit separatistischen Unruhen kĂ€mpft.

Foto: Thai Rath

Lokale Ängste: 
Tourismus und Sicherheit in Gefahr?

Chakaj betonte, dass eine US-PrĂ€senz die ohnehin angespannte Lage in den SĂŒdprovinzen weiter destabilisieren könnte. „Die Menschen in Phang Nga und Songkhla haben ein Recht zu erfahren, was hier hinter verschlossenen TĂŒren verhandelt wird“, forderte er. Die PPRP kĂŒndigte an, das Thema im Parlament zu eskalieren – notfalls mit einer Aktuellen Stunde.

Hintergrund: Die Trump-Zölle und Thailands Dilemma

Seit 2020 leiden thailĂ€ndische Exporteure unter den US-Strafzöllen, die vor allem Stahl- und Aluminiumprodukte treffen. Die Regierung sucht verzweifelt nach einer Lösung, doch die Opposition warnt vor „Kuschen auf Kosten nationaler Interessen“. Sollte die Marinebasis tatsĂ€chlich Teil eines Deals sein, könnte dies innenpolitisch einen Sturm der EntrĂŒstung auslösen – insbesondere bei der royalistisch-militĂ€rnahen Opposition.

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