28 Millionen weg – Jetzt auch der Abt

⚠️ Tempelgeld weg – Mönch auch! In Pathum Thani fehlen Millionen aus Tempelkasse. Der Ex-Abt ist über Nacht verschwunden. War alles nur ein frommer Betrug?

28 Millionen weg – Jetzt auch der Abt
Bangkok Post
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Ex-Abt verschwindet über Nacht 

Ein ehemaliger Abt eines bekannten Tempels in der Provinz Pathum Thani ist unter mysteriösen Umständen verschwunden – kurz nachdem Vorwürfe über die Veruntreuung von fast 30 Millionen Baht Tempelgeldern aufgetaucht waren. Die örtlichen Behörden haben die Fahndung intensiviert, während die Tempelgemeinde in Aufruhr ist.

Flucht in der Nacht 
Nur der Fahrer wusste Bescheid

Der frühere Abt des Wat Prachumrat im Bezirk Lam Luk Ka, Phra Khru Pairojdhammakhun, verließ den Tempel in den frühen Morgenstunden des Freitags, ohne die anderen Mönche zu informieren. Lediglich sein persönlicher Fahrer gab an, den Geistlichen zu dessen Wohnhaus gebracht zu haben, um „persönliche Gegenstände abzuholen“. Doch seitdem fehlt von dem beschuldigten Abt jede Spur – ebenso wie ein Großteil seiner persönlichen Habseligkeiten aus dem Tempel.

Der Moo 11-Assistenz-Dorfvorsteher Kawee Thaisamak bestätigte, dass besorgte Anwohner ihn gebeten hatten, nach dem Rechten zu sehen. 

„Der Tempel wirkte verlassen, nur ein paar neugierige Leute und Händler waren da“, berichtete er.

28 Millionen Baht für Mieteinahmen 
Keine Belege vorhanden

Die Vorwürfe gegen den ehemaligen Abt sind schwerwiegend: Ihm wird vorgeworfen, über 28 Millionen Baht (rund 700.000 Euro) an Mieteinnahmen des Tempelgeländes veruntreut zu haben. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass diese Summe aus den letzten 28 Jahren nicht ordnungsgemäß verbucht wurde.

Zwar behauptete der Abt während der ersten Untersuchungen, das Geld für Renovierungen und Betriebskosten verwendet zu haben – doch konnte er keinerlei Quittungen oder Dokumente vorlegen, die diese Ausgaben belegen würden.

Kirchenobere schalten sich ein 
Strafrechtliche Konsequenzen drohen

Phra Khru Sophonpataravet, der Leiter der Lam Luk Ka-Klerusverwaltung, hat angeordnet, die Ermittlungen zu beschleunigen.

„Wir gehen dem Fall mit aller Entschlossenheit nach“, betonte er. 

Der geflohene Abt war bereits zuvor wegen ethischer Verfehlungen von seiner Position suspendiert worden – doch nun könnte ihm sogar eine strafrechtliche Verfolgung drohen, sollte sich der Verdacht der Veruntreuung bestätigen.

Die Tempelgemeinde ist empört, während die Behörden prüfen, ob der Abt möglicherweise das Land verlassen hat. Sollte er gefasst werden, könnte ihm ein Prozess wegen Betrugs und Unterschlagung bevorstehen.

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