BANGKOK, Thailand – Händler dürfen Alkohol nach den verschärften Regeln nicht an Menschen unter 20 Jahren oder sichtbar Betrunkene verkaufen. Bei Verkäufen an Personen unter 20 steigt die mögliche Geldstrafe auf bis zu 100.000 Baht. ThaiHealth und die Stadtverwaltung Bangkok (BMA) wollen Händler und Gemeinden nun stärker in die Kontrollen einbinden.
Bis zu 100.000 Baht Strafe für Verkäufe an Personen unter 20
Das geänderte Gesetz zur Kontrolle alkoholischer Getränke gilt seit dem 8. November 2025. Die Höchststrafe für den Verkauf an Personen unter 20 Jahren steigt von 20.000 auf 100.000 Baht.
Verkäufer dürfen vor dem Verkauf Ausweise verlangen und prüfen, ob Kunden Anzeichen von Trunkenheit zeigen. Wird Alkohol an Personen unter 20 oder sichtbar Betrunkene verkauft und kommt es danach zu einem Unfall, Gewalt oder Schäden an Leben und Eigentum, kann der Verkäufer auch zivilrechtlich haftbar gemacht werden.
Kampagne in Bangkoks 50 Bezirken
ThaiHealth und die BMA warben kürzlich bei einer Informationsaktion nahe Vibhavadi Soi 64 für die neuen Vorgaben. Die Kampagne steht unter dem Leitgedanken, durch die Einhaltung des Gesetzes eine sichere Gesellschaft zu schaffen.
Nach Angaben von ThaiHealth-Direktor Rungaroon Limphahan soll die Kampagne alle 50 Bezirke Bangkoks erreichen. Sie sollen sicherstellen, dass Händler die neuen Regeln kennen und Verkäufe an Personen unter 20 sowie sichtbar Betrunkene aktiv ablehnen.
Alkoholkonsum unter Jugendlichen nimmt zu
Teerawat vom Stop-Drink-Netzwerk verwies auf einen Anstieg des Alkoholkonsums unter Menschen ab 15 Jahren in Bangkok. Die Rate stieg von 25,3 Prozent im Jahr 2017 auf 32,9 Prozent im Jahr 2024.
Bei den 15- bis 19-Jährigen lag der Anteil bei 8,5 Prozent. Die Entwicklung zeige den Bedarf an stärkeren Präventionsmaßnahmen in der Hauptstadt, erklärte Teerawat.
Digitale Kontrollen und Meldungen aus Gemeinden
Die BMA schlug vor, gemeinsam mit dem Finanzamt für Verbrauchsteuern eine Karte aller Alkohol-Verkaufsstellen in den Bezirken zu erstellen. Damit sollen Standorte mit erhöhtem Risiko und leicht zugängliche Verkaufsstellen für junge Menschen erkannt werden.
Digitale Aufzeichnungen über Kontrollen und Verwarnungen könnten als Leistungskennzahlen dienen. Gemeinden sollen illegale oder versteckte Verkäufe über das Meldesystem Traffy Fondue anzeigen. Die BMA-Bezirke erklärten sich bereit, mit Behörden und Händlern bei der Durchsetzung des Gesetzes zusammenzuarbeiten.
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