Bangkok startet Großrazzia: Pubs nach Brandkatastrophe dicht

Drei Bars bereits versiegelt: Nach der verheerenden Brandkatastrophe jagt Bangkok nun rücksichtslos gefährliche Betreiber. Drohen den verantwortlichen Inhabern jetzt tatsächlich Haftstrafen oder kommen sie mit Geldstrafen davon?

Bangkok startet Großrazzia: Pubs nach Brandkatastrophe dicht
Siam Rath

BANGKOK – Nach einem Brand im Lat Phrao Pub hat die Stadtverwaltung von Bangkok eine stadtweite Sicherheitskampagne für Unterhaltungsstätten gestartet. Gouverneur Chadchart Sittipunt ordnete proaktive Inspektionen durch alle 50 Distriktbüros in Zusammenarbeit mit der Polizei an. Drei Veranstaltungsorte wurden aufgrund von Sicherheits- und Lizenzverstößen bereits geschlossen.

Proaktive Inspektionen in der ganzen Stadt

Am 16. Juli wurde die Sicherheitskampagne offiziell hochgestuft. Jedes der 50 Distriktbüros muss künftig aktiv prüfen, ob Pubs, Restaurants und Servicebetriebe die Sicherheitsvorschriften einhalten.

Brandschutz, Notfallpläne, Fluchtwege, Baugenehmigungen und Betriebslizenzen stehen dabei im Visier. Die Polizei ist von Beginn an in die Kontrollen eingebunden.

Drei Schließungen nach schweren Verstößen

Die Stadtverwaltung ordnete die sofortige Schließung von drei Veranstaltungsorten an. Grund waren Sicherheitsmängel und fehlende Betriebslizenzen.

Die betroffenen Betriebe bleiben bis zur vollständigen Mängelbeseitigung geschlossen. Die Inspektionen werden fortgesetzt.

Blockierte Fluchtwege, keine Schilder

Bei den Inspektionen wurden in mehreren Betrieben Sicherheitsmängel festgestellt, darunter blockierte Fluchtwege und fehlende Brandschutzkennzeichnungen.

Die Stadtverwaltung stützt sich bei den Stilllegungen auf das Baugesetz von 1979 und das Gesundheitsgesetz von 1992. Beide erlauben sofortige Schließungen, wenn die öffentliche Sicherheit gefährdet ist.

Bis zu sechs Monate Haft und tägliche Strafen

Für Zuwiderhandlungen sieht das Gesundheitsgesetz harte Konsequenzen vor. Betreiber, die eine Stilllegungsanordnung ignorieren, müssen mit bis zu sechs Monaten Gefängnis und 50.000 Baht Geldstrafe rechnen.

Für jeden Tag, den der Verstoß andauert, können Gerichte zusätzlich 25.000 Baht verhängen. Beide Strafen sind kombinierbar.

Keine Eintagsfliege, sondern Dauerprogramm

Die Stadtverwaltung will die Kontrollen nicht als kurzfristige Reaktion auf das Lat-Phrao-Unglück verstanden wissen. Vielmehr handelt es sich um ein dauerhaftes Durchsetzungsprogramm für alle 50 Bezirke.

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Lokale müssen sich auf regelmäßige Prüfungen einstellen. Ziel sei es, Sicherheitsstandards hochzuhalten und das Vertrauen der Öffentlichkeit in genehmigte Betriebe zu stärken.

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Quelle: Thai Examiner

Ein Kommentar zu „Bangkok startet Großrazzia: Pubs nach Brandkatastrophe dicht

  1. Orwellscher Neusprech: Wenn nach einer Katastrophe REAGIERT wird, ist es proaktiv…
    Mit einiger Sicherheit gibt es auch in Thailand schon immer Vorschriften hinsichtlich Brandschutz und Fluchtwegen, nur hat das halt niemand interessiert.

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