Bangkok stoppt Chip-Pflicht – Vorerst

đŸ¶âš ïž Eine neue Regel sollte bald greifen – doch jetzt zieht die Stadt plötzlich die Notbremse. Hinter den Kulissen ist von Problemen, Widerstand und offenen Fragen die Rede. Tierhalter reagieren bereits nervös. Was bedeutet diese Verschiebung wirklich fĂŒr Bangkoks Haustierbesitzer?

BANGKOK, THAILAND – Die Stadtverwaltung von Bangkok hat die EinfĂŒhrung der Mikrochip-Pflicht fĂŒr Hunde und Katzen um ein Jahr verschoben. Die Maßnahme sollte ursprĂŒnglich am 10. Januar in Kraft treten, wird nun aber erst spĂ€ter durchgesetzt, um AblĂ€ufe zu verbessern und eine breitere Akzeptanz zu erreichen.

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Entscheidung nach EinschÀtzung der Behörden

Die Bangkok Metropolitan Administration (BMA) hatte die Verordnung bereits im vergangenen Jahr im Royal Gazette veröffentlichen lassen. Nach einer Sitzung des Stadtrats legte Chadchart Sittipunt, der Gouverneur von Bangkok, nun offiziell den Vorschlag zur Verschiebung vor.

Die Pause solle es den Behörden ermöglichen, Dienstleistungen auszubauen, die Erreichbarkeit in allen Stadtteilen zu sichern und praktische HĂŒrden fĂŒr Tierhalter zu reduzieren. Nach Angaben der Verwaltung gehe es vor allem darum, die geplante Registrierung realistischer zu organisieren.

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Ambitionierte Ziele – und eine deutliche LĂŒcke

Nach der Veröffentlichung der Verordnung hatte sich die BMA ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Über 50.000 Hunde und Katzen sollten mit Mikrochips versehen und registriert werden. Im Jahr 2024 waren es jedoch nur rund 4.000 Tiere.

Eine interne Bewertung zeigte, dass die tatsĂ€chliche Zahl der Hunde und Katzen in Bangkok im mehreren hunderttausend Bereich liegt – deutlich mehr als ursprĂŒnglich angenommen. VollstĂ€ndige Abdeckung sei unter diesen UmstĂ€nden schwer zu erreichen.

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Vier zentrale Probleme bei der Umsetzung

Die Analyse der Stadtverwaltung benannte vier zentrale HĂŒrden, die bislang nicht ausreichend gelöst sind:

‱ Hohe Tierzahl: Die Menge an Hunden und Katzen ist wesentlich grĂ¶ĂŸer als erwartet, was die Erfassung aller Tiere erschwert.

‱ Zu wenige Standorte: Aktuell bieten nur acht bis zehn feste Stellen den Mikrochip-Service an. FĂŒr Halter, die weit entfernt wohnen oder mehrere Tiere besitzen, ist das unpraktisch.

‱ Geringe AufklĂ€rung: Das Wissen ĂŒber Nutzen und Ablauf der Mikrochip-Pflicht ist begrenzt. Viele Menschen sind unsicher, was die Sicherheit des Eingriffs und mögliche Strafen betrifft.

‱ HĂŒrden fĂŒr Mieter: Die Pflicht zur schriftlichen Zustimmung von Vermietern oder EigentĂŒmern stellt besonders fĂŒr Mieter ein Hindernis dar.

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Stadt setzt auf mobile Teams und weniger BĂŒrokratie

Um diese Probleme anzugehen, will die BMA das zusĂ€tzliche Jahr nutzen, um mobile Serviceeinheiten aufzubauen und die Öffentlichkeitsarbeit zu verstĂ€rken. Gleichzeitig sollen Regelungen ĂŒberprĂŒft werden, die unnötige HĂŒrden darstellen – insbesondere die Vorgabe zur schriftlichen Zustimmung von Vermietern.

Gouverneur Chadchart Sittipunt betonte den internationalen Standard des Vorhabens: „Mikrochipping ist ein globaler Standard, der echte Ergebnisse geliefert hat.“ Bangkok mĂŒsse nun ein gemeinsames VerstĂ€ndnis und VerantwortungsgefĂŒhl entwickeln.

Langfristig verfolge die Stadt das Ziel, verantwortungsvolle Tierhaltung zu fördern, die Zahl der Streuner zu verringern und die LebensqualitĂ€t von Tieren und Haltern zu verbessern. „Dies ist ein Ansatz, der sich weltweit bewĂ€hrt hat. Sterilisation, Impfung und Mikrochippen sollten unser Standard sein“, erklĂ€rte Chadchart.

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Quelle: Bangkok Post