BANGKOK, THAILAND – Eine 40-jährige Frau soll eine Rentnerin mit einem fingierten Investmentmodell um mehr als 9 Millionen Baht betrogen haben. Die Verdächtige wurde laut Polizei in Bangkoks Bezirk Dusit festgenommen und bestreitet die Vorwürfe.
Festnahme in Dusit nach Haftbefehl
Die Polizei nahm die 40-Jährige am Montag in einem Haus im Bangkoker Stadtteil Dusit fest. Grundlage war ein Haftbefehl, der am 8. April ausgestellt worden war.
Nach Angaben der Ermittler wurde die Verdächtige anschließend an die zuständigen Beamten übergeben, um das weitere Verfahren einzuleiten. Die Polizei machte zunächst keine Angaben dazu, ob sie in Untersuchungshaft bleibt.
Schwere Vorwürfe: Betrug, Urkundenfälschung und Geldwäsche
Der Frau werden unter anderem versuchter Betrug und Betrug durch Identitätsvortäuschung vorgeworfen. Zudem geht es um das Fälschen und Verwenden gefälschter Dokumente.
Weitere Anklagepunkte betreffen das Einspeisen falscher Informationen in ein Computersystem sowie Geldwäsche. Diese Kombination deutet darauf hin, dass die Ermittler auch die Geldflüsse und mögliche Verschleierungstaktiken prüfen.
Kontaktaufnahme über Facebook-Anzeige
Laut Polizei begann der Fall, als das Opfer – eine ältere Frau – ein Haus auf Facebook zum Verkauf anbot. Die Verdächtige soll sich zunächst als potenzielle Käuferin ausgegeben haben.
Auf diese Weise habe sie das Vertrauen der Seniorin gewonnen, so die Ermittler. Erst danach sei es zu Gesprächen über angebliche Investitionsmöglichkeiten gekommen.
Fake-Investments und „gepoolte“ Anlageformen
Nachdem das Vertrauen hergestellt war, soll die Verdächtige die Rentnerin zu Investitionen in verschiedene Vorhaben überredet haben. Genannt werden auch sogenannte gepoolte Investmentmodelle.
Bei solchen Konstruktionen werden Einzahlungen mehrerer Personen gebündelt, was für Betrüger attraktiv sein kann, weil die Geldbewegungen komplexer wirken. Die Polizei machte keine Angaben, welche konkreten Projekte oder Plattformen angeblich genutzt wurden.
Über sechs Monate: Mehrere Überweisungen, mehr als 9 Millionen Baht Verlust
Die Geschädigte überwies laut Polizei über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten mehrfach Geld. Am Ende sollen sich die Verluste auf mehr als 9 Millionen Baht summiert haben.
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Wie viele Transaktionen es genau gab und auf welche Konten das Geld floss, wurde nicht veröffentlicht. Die Ermittlungen dürften sich nun auf die Nachverfolgung der Transfers und mögliche Mitbeteiligte konzentrieren.
Verdächtige bestreitet alle Anschuldigungen
Die Festgenommene wies laut Polizei sämtliche Vorwürfe zurück. Weitere Details zu ihrer Verteidigung oder zu möglichen Beweismitteln wurden nicht genannt.
Der Fall wird nun im Rahmen der rechtlichen Schritte weiterbearbeitet. Die Behörden betonen in solchen Verfahren regelmäßig, dass bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung gilt.
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