BANGKOK/BIRMINGHAM – Eine 24-jährige Mutter aus Worcestershire ist wegen ihrer Beteiligung an dem Versuch, 460 Kilogramm Cannabis verurteilt worden. Die Drogen waren in 22 Koffern aus Thailand nach Großbritannien gebracht worden und hatten einen Wert von 13,8 Millionen Pfund. Zwei weitere Beteiligte sollen am 22. Oktober verurteilt werden.
Über 20 Kilogramm Cannabis in jedem Koffer
Paige Crisp aus Malvern gehörte zu einer Gruppe, die am 9. August 2024 am Flughafen Birmingham von der britischen Grenzschutzbehörde gestoppt wurde. Die Reise führte von Thailand über Frankreich nach Großbritannien.
Jedes Gruppenmitglied hatte auf dem Rückflug zwei große Koffer dabei. In jedem Gepäckstück lagen mehr als 20 Kilogramm Cannabis, das mit einer dünnen Kleidungsschicht über vakuumverpackten Drogen verdeckt worden war.
Schweres Gepäck machte Ermittler aufmerksam
Die Gruppe war zunächst von Birmingham zum Flughafen Charles de Gaulle in Paris und anschließend nach Thailand geflogen. Ermittler der National Crime Agency wurden aufmerksam, weil vier Personen bereits auf dem Hinflug jeweils zwei große Koffer mitführten.
Das Gepäck war so schwer, dass die Gruppe am Flughafen Bangkok Gebühren für zusätzliches Gepäck zahlte, damit die Koffer im Frachtraum transportiert werden konnten. In den Taschen fanden die Ermittler außerdem acht Apple-AirTag-Ortungsgeräte, die alle mit derselben Apple-ID verbunden waren.
Crisp am 19. August verurteilt
Ein Gericht in Birmingham sprach Crisp am 19. August schuldig. Der Vorwurf bezog sich auf den Versuch, Drogen der britischen Klasse B zu verbringen, zu entfernen, abzulegen, zu verwahren, zu behalten, zu verbergen und mit ihnen zu handeln, um das Importverbot zu umgehen.
Crisp wurde gemeinsam mit Tasia Nelson, 22, aus Newquay in Cornwall, und Jaden Ramen, 23, aus Merton in London, verurteilt. Für alle drei ist die Strafmaßverkündung am 22. Oktober vorgesehen.
Weitere Beteiligte bereits schuldig gesprochen
Carsten Kyei, 21, aus Plaistow in London, und Nathan Vitorino, 26, aus Welwyn Garden City in Hertfordshire, wurden nach einem dreiwöchigen Prozess am 26. Mai schuldig gesprochen. Bradley Lloyd, 27, aus Wythenshawe, und Lewis Ross, 35, aus Bolton änderten während des Verfahrens ihr Plädoyer auf schuldig.
Claire McCullough, 36, aus Wythenshawe, Ryan Boachie, 32, aus Edmonton, Gideon Oluwasetemi Olumoyegun, 26, aus Dagenham, und Jamal Clarke, 22, aus Mile End, hatten sich bereits bei einer früheren Anhörung schuldig bekannt. Kyei, Vitorino, Boachie, Olumoyegun, Ross, Lloyd und McCullough sollen am 3. September vor dem Gericht in Birmingham verurteilt werden.
Behörden warnen mögliche Drogenkuriere
Paul Boniface von der National Crime Agency erklärte, der Schmuggelversuch habe eine umfangreiche Planung und die Abstimmung von Flügen und Gepäck erfordert. Er dankte der Grenzschutzbehörde dafür, die Drogen gestoppt zu haben.Er warnte außerdem alle, die zum Drogenschmuggel angeworben würden, dass sie sich vor der Justiz verantworten müssten.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Adam Chatfield, Leiter des Grenzschutzkommandos für die Midlands, bezeichnete die Verurteilungen als deutliche Warnung. Die Beteiligten müssten nun mit schweren Vorstrafen rechnen, die ihre beruflichen Chancen und ihr weiteres Leben beeinträchtigen könnten.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: