BANGKOK, THAILAND – Die Katastrophenschutzbehörde DDPM rät allen Haushalten, eine Notfalltasche für mindestens 72 Stunden griffbereit zu halten. Auslöser sind die internationale Sorge über den Konflikt im Nahen Osten und das Risiko von Katastrophen im eigenen Land. Thailand gehört nach Angaben der Behörde nicht zu den Ländern, die diese Gefahren direkt betreffen, die Vorsorge sei aber eine einfache Grundsicherung für unerwartete Notlagen.
Notfalltasche für drei Tage
Generaldirektor Nirat Pongsitthithavorn sagte, einige Länder hätten ihre Bürger wegen der Lage im Nahen Osten aufgefordert, wichtige Vorräte für drei Tage anzulegen. Thailand zähle nicht zu den Ländern, die diesen Risiken ausgesetzt seien.
Trotzdem sei eine fertig gepackte Tasche ein Grundschutz, wenn es unerwartet zu einem Notfall komme. Die Empfehlung gilt damit unabhängig von einem bestimmten Anlass.
Warum die ersten drei Tage zählen
Nach Angaben der DDPM sind die ersten drei Tage nach einer Katastrophe entscheidend sein. In dieser Zeit müssen Bewohner womöglich ohne Hilfe von außen auskommen, während die Behörden Unterstützung organisieren.
Die Tasche sei nicht nur bei einem internationalen Konflikt nützlich. Sie helfe auch bei Sturzfluten, Erdrutschen, Erdbeben, Krankheitsausbrüchen, Bränden und Unruhen sowie anderen Krisen. Nirat nannte außerdem Cyberkriegsführung als möglichen Grund, sich vorzubereiten.
Regenzeit: Hinweise für Ausländer
Für Ausländer, die in Thailand leben, ist die Empfehlung laut DDPM besonders wichtig während der Regenzeit oder in Gebieten, die für Überschwemmungen und Erdrutsche bekannt sind.
Expats und Langzeitbesucher können erwägen, neben den von der Behörde genannten Unterlagen auch Kopien von Reisepass und Visum sowie wichtige Kontaktdaten bereithalten.
Medizin, Wasser und Essen
Die DDPM nennt sechs Hauptkategorien für die Tasche. Dazu gehören ein Erste-Hilfe-Set, Basismedikamente, verschreibungspflichtige Medikamente und Krankenunterlagen.
Für jede Person sollten mindestens drei Liter Trinkwasser pro Tag eingeplant werden sowie verzehrfertiges Essen und energiereiche Snacks. Für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit medizinischem Bedarf sollte zusätzlich spezielle Nahrung eingepackt werden.

Kommunikation, Dokumente und Bargeld
Zur Ausrüstung gehören Handy, Powerbank, Taschenlampe, Ersatzbatterien, batteriebetriebenes Radio und eine Pfeife. Die Behörde nennt außerdem kerzen, Feuerzeuge, ein Notizbuch, Stift, Taschenmesser, Schere, Seil und Klebeband.
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Wichtige Dokumente wie Ausweiskopien, Haushaltsregisterunterlagen, Krankenversicherungskarten, Führerscheine, Bankbücher und Grundbuchauszüge sollten in wasserdichten Beuteln liegen. Außerdem rät die Behörde zu Ersatzschlüsseln und Bargeld, falls elektronische Zahlungssysteme ausfallen.
Kleidung, Hygiene und regelmäßige Kontrolle
Auf der Liste stehen auch Taschentücher, Zahnbürste, Zahnpasta, Hygieneartikel und Müllbeutel. Dazu kommen Wechselkleidung, Regenjacken, Hüte, Decken und Schlafsäcke.
Nirat sagte, die Tasche solle leicht, wasserdicht und so aufbewahrt werden, dass sie für eine schnelle Evakuierung erreichbar ist. Der Inhalt müsse regelmäßig auf Schäden und Ablaufdaten geprüft werden.
Frühwarnung über Cell Broadcast
Die DDPM erklärte, sie habe Ausrüstung für Katastrophenschutz, Einsatzkräfte und Frühwarnsysteme vorbereitet. Dazu gehören Warnungen über Cell Broadcast.
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Die Behörde werde die Koordination von Notfallmaßnahmen und Hilfsplänen mit anderen Regierungsstellen fortsetzen.

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