Zecken-Virus: Tödliche Gefahr für Tierhalter

Weil es weder Impfung noch gezieltes Medikament gibt, schlagen die Behörden Alarm, denn die Ansteckung kann ausgerechnet im Fell von Hund und Katze oder bei Nutztieren lauern.

Zecken-Virus: Tödliche Gefahr für Tierhalter
Photo by Nattaphat Phau on Pexels

BANGKOK, Thailand – Thailand warnt vor SFTS, einer potenziell tödlichen Virusinfektion, die vor allem durch Zecken übertragen wird. Gefährdet sind besonders Menschen, die Hunde, Katzen oder Nutztiere versorgen oder mit ihnen arbeiten. In schweren Fällen drohen Blutungen, Organversagen und der Tod. Eine zugelassene Impfung oder ein gezieltes Medikament gibt es bislang nicht.

Google Werbung

Zehn Fälle und fünf Todesfälle seit 2019

Das Department of Disease Control hat in Thailand seit 2019 zehn SFTS-Fälle mit fünf Todesfällen registriert. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 wurden drei Fälle und zwei Todesfälle gezählt.

Der Nationale Ausschuss für übertragbare Krankheiten hat außerdem einen Entwurf gebilligt. Danach soll SFTS in das Überwachungssystem des Landes für Infektionskrankheiten aufgenommen werden.

Google Werbung

Symptome treten meist nach ein bis zwei Wochen auf

Die ersten Anzeichen zeigen sich meist ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung. Typisch sind hohes Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit und Durchfall.

In schweren Fällen kann die Infektion zu Blutungen und Organversagen führen. Deshalb ist es wichtig, früh ärztliche Hilfe zu suchen.

Google Werbung

Keine Impfung und kein gezieltes Medikament

Gegen SFTS gibt es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff. Auch eine speziell wirkende antivirale Behandlung steht nicht zur Verfügung. Umso wichtiger sind deshalb Vorsorge und ein schneller Arztbesuch bei auffälligen Beschwerden.

Hunde, Katzen und Nutztiere können infizierte Zecken tragen. Wer Tiere versorgt, kann sich dadurch anstecken. Anders als die Leptospirose, die über Wasser übertragen wird, das von infizierten Tieren verunreinigt ist, wird SFTS vor allem durch Zeckenstiche übertragen.

Google Werbung

Haustiere absuchen und Zecken nicht mit bloßen Händen anfassen

Gesundheitsbehörden raten, Haustiere regelmäßig auf Zecken zu kontrollieren und geeignete Zeckenschutzmittel zu verwenden. Zecken sollte man nicht mit bloßen Händen berühren.

Wer mit Tieren arbeitet oder viel Zeit im Freien verbringt, sollte Schutzkleidung tragen. Nach einer Exposition sollte man den eigenen Körper absuchen.

Google Werbung

Hohes Fieber nach Zeckenstich sofort ärztlich abklären

Wer nach einem Zeckenstich oder engem Kontakt mit Tieren hohes Fieber bekommt, sollte einen Arzt aufsuchen. Wichtig ist, den Ärzten den möglichen Kontakt mitzuteilen.

Lesen Sie auch: Fake-Strand, Fake-Zimmer: Wenn Thailand-Bilder lügen

Die Botschaft der Behörden ist klar: Haustiere vor Zecken schützen und Fieber nach einem möglichen Kontakt nicht ignorieren.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Pattaya Mail

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.