Moin Moin, liebe Redaktion.
Ich lese den Wochenblitz seit Jahren, aber geschrieben habe ich noch nie. Jetzt muss ich aber mal etwas loswerden. Es geht um Visa. Genauer gesagt: Familienvisum gegen Rentnervisum.
Kurz zu mir: Ich bin 50, Norddeutscher aus der Nähe von Hamburg, und lebe seit acht Jahren in Thailand. Ich wohne mit meiner Freundin zusammen, verheiratet sind wir nicht. Aber wir haben einen Sohn, der ist fünf Jahre alt. Der kleine Kerl hat meine Nase und die braunen Augen seiner Mutter. Wir wohnen in einem kleinen Haus am Stadtrand, mit Garten, wo der Kleine mit den Nachbarskindern spielt.
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Bisher habe ich immer das Familienvisum gemacht. Jedes Jahr habe ich die 400.000 Baht auf dem Konto vorgezeigt, und dann wurde ich offiziell als Familienvater geführt, der sich um seinen Sohn kümmert. Das hat immer geklappt, keine Frage.
Für mich war das auch die richtige Wahl. Ich will ja nicht einfach nur in Thailand rumsitzen. Ich habe hier eine Familie, einen Sohn, der mich braucht. Das Familienvisum passt zu meinem Leben. So habe ich es zumindest gesehen. Und finanziell ist es auch machbar: Die 400.000 Baht liegen auf dem Konto, das ist für mich kein Drama. Trotzdem: Der jährliche Kampf beginnt immer wieder von vorn.
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Aber der Aufwand ist enorm. Jedes Mal dauert das Ganze einen Monat. Einen Monat! Man reicht die Unterlagen ein und wartet. Und weiß nie so genau, ob wirklich alles durchgeht. Und wenn man Pech hat, fehlt irgendein Dokument, und die ganze Sache zieht sich noch länger hin. Man sitzt da und hofft, dass nichts schiefgeht.
Dazu kommen die Hausbesuche. Ja, richtig gelesen: Die Beamten kommen zu dir nach Hause. Sie klingeln, laufen durch das Haus, schauen sich jeden Raum an. Als wäre ich ein Verdächtiger und kein Vater, der sein Kind großzieht. Meine Freundin findet das jedes Mal furchtbar.
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Und dann die Fotos. Ihr glaubt nicht, wie viele Fotos man von sich, der Freundin und dem Kind vorzeigen muss. Familienfotos, Fotos vom Haus, Fotos vom gemeinsamen Leben. Dazu Kopien, Übersetzungen, Stempel. Ich komme mir vor wie bei einem Bewerbungsgespräch für eine Reality-Show.
Jetzt bin ich über 50 und habe mich mit anderen Expats unterhalten, die auf dem Rentnervisum sind. Und wisst ihr was? Die gehen morgens zum Immigration Office, zeigen ihren Pass, und bekommen meistens am selben Tag den Stempel. Manche waren sogar in weniger als einer Stunde wieder draußen. Kein Monat Wartezeit. Keine Hausbesuche. Keine Fotoalben.
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Da fragt man sich schon: Warum quäle ich mich eigentlich? Ich könnte doch einfach wechseln. Schneller, einfacher, weniger Stress. Kein Terminchaos, keine Beamten in der Wohnung. Dat klingt schon sehr verlockend. Und ehrlich gesagt, ich habe langsam genug von dem Theater.
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Aber irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen. Beim Rentnervisum geht es offiziell ums Rentnerdasein. Ich aber bin kein Rentner, der sich nur zur Ruhe setzt. Ich habe einen kleinen Sohn, um den ich mich kümmere. Das Familienvisum fühlt sich ehrlicher an, auch wenn es deutlich mehr Arbeit macht. Und wer weiß, ob sie beim Rentnervisum nicht irgendwann auch strenger werden.
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Vielleicht bin ich auch nur ein alter Gewohnheitsmensch. Man kennt das Prozedere, man hat es jedes Mal geschafft, man weiß, woran man ist. Wechseln heißt: Neuland, Unsicherheit, vielleicht neue Fallstricke, die ich noch gar nicht kenne.
Also meine Frage an euch: Würdet ihr wechseln? Oder bleibt ihr bei dem, was funktioniert, auch wenn es nervt? Ich bin gespannt auf eure Antworten.
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Moin Moin aus dem Isaan,
Alex

Einkommensbescheinigung vom Konsulat/Botschaft und Ende. Ein Ehe Visum, umständlicher geht es nicht
Erst mal eine Frage vorweg. Er ist 50 und 8 Jahre in Thailand, der Sohn ist 5 Jahre. Und sie sind nicht verheiratet. Wie hat er die ersten 3 Jahre ein Familienvisa bekommen? Und ist Familienvisa = Heiratsvisa? Und er hat natürlich ein Non-O und damit seine EoS auf Familien/Heiratsbasis gemacht.
Die Frage, welche Verlängerung besser ist, kann man eigentlich pauschal nicht beantworten. Ich mache schon sehr lange Heirats EoS und das ohne Probleme. Sicher, die Fotos, der Lageplan vom Haus, immer wieder das 22er Formular sind lästig, den Zeitaufwand kann man aber verkraften. Und zu Besuch kamen die Beamten bei mir 1x…als wir hier neu eingezogen sind. Dabei wurde auch ein Nachbarin „befragt“, was uns allerdings nicht störte. Und im Haus waren die Leute auch nicht, alles wurde draußen auf der Terrasse besprochen. Zum Schluss noch der Quatsch mit der Über-Überprüfung, das einzige was mich dabei stört, die Seiten im Pass sind schneller voll, der Monat „Wartezeit“ ist für mich unwichtig…ich warte ja immer…bin Rentner.