Dorf in Khon Kaen soll Katastrophengebiet werden

Nach sieben Sinklöchern in Reisfeldern von Ban Wang Charoen sichern Behörden die Gefahrenstellen. Geologen führen die Einstürze auf natürliche Prozesse zurück.

Dorf in Khon Kaen soll Katastrophengebiet werden
KhaoSod English

KHON KAEN, Thailand – Auf einem Acker in Ban Wang Charoen sind sieben Erdlöcher entstanden. Behörden bereiten die Einstufung des Dorfes als Katastrophengebiet vor, während Geologen die Einstürze auf natürliche Vorgänge in unterirdischen Kalksteinhohlräumen zurückführen.

Sieben Löcher bis zu fünf Meter tief

Geologen des Regionalbüros 2 des Department of Mineral Resources und örtliche Beamte untersuchten die Schäden im Unterbezirk Huai Muang des Distrikts Phu Pha Man. Die kreisförmigen Erdlöcher sind im Durchschnitt vier bis fünf Meter tief.

Nach Einschätzung der Fachleute brach der Oberflächenboden in Hohlräume ein, die sich unter den alten Kalksteinschichten gebildet haben. Die Einstürze entstanden auf Ackerland in Ban Wang Charoen.

Tektonische Bewegungen lockerten den Kalkstein

Das Department of Mineral Resources führt die Hohlräume auf alte Kalksteinschichten zurück, die über Millionen Jahre durch tektonische Bewegungen Risse bekamen. Zusammen mit den örtlichen geologischen Bedingungen führten diese Risse schließlich zum Einsturz des Bodens.

Oruma Summat, Direktorin des Regionalbüros, erwartet nicht, dass sich die unterirdischen Hohlräume weiter ausdehnen. Die Erdlöcher könnten deshalb vorübergehend mit Erde verfüllt werden.

Geologen warnen vor Blasen im Boden

Die Bewohner sollen auf Wasser- oder Luftblasen achten, die aus dem Boden aufsteigen. Solche Anzeichen können auf Hohlräume unter der Oberfläche und ein mögliches weiteres Erdloch hindeuten.

Das Gebiet weist nach Angaben der Geologen schon länger wiederkehrende Erdlöcher auf. Auch Umweltfaktoren und die Nutzung des Landes könnten zu dem Phänomen beitragen.

Anwohnerin bemerkte Blasen auf ihrem Reisfeld

Ranong Khaophuang entdeckte Blasen, als sie Reissetzlinge auf ihrem vier Rai großen Feld verpflanzte. Aus Angst vor einem Einsturz verließ sie den Bereich sofort.

Die Anwohnerin fragte außerdem, ob nahe gelegene Kalksteinbrüche zu den Erdlöchern beigetragen haben könnten. Die Behörden haben bisher keinen Zusammenhang festgestellt.

Ban Wang Charoen soll Katastrophengebiet werden

Gouverneur Khajornkiat Rakpanichmanee kündigte an, Ban Wang Charoen zum Katastrophengebiet erklären zu lassen. Zuvor wurden weitere Stellen mit hohem Risiko identifiziert.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Mit der Einstufung sollen Hilfsmaßnahmen für betroffene Bewohner geprüft werden. Die Entscheidung wird nach Angaben der Behörden im Einklang mit den geltenden Gesetzen vorbereitet.

Gefahrenbereiche werden abgesperrt

Beamte sollen gefährliche Flächen absperren und so den Zugang zu den Erdlöchern kontrollieren. Oruma Summat zufolge können die Erdlöcher vorübergehend mit Erde verfüllt werden. Für die Bewohner bleibt der Hinweis der Geologen maßgeblich: Aufsteigende Luft- oder Wasserblasen können auf weitere unterirdische Hohlräume hindeuten.

Lesen Sie auch: Kind durch Qualle in Thailand gestorben

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Khaosod English
Bramburi Pattaya - Futtern wie bei Muttern

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.