KAENG HANG MAEO, THAILAND – Eine wilde Elefantenmutter ist in einer Gummiplantage in der Provinz Chanthaburi zusammengebrochen und verendet. Ihr etwa ein Jahr altes Kalb blieb neben dem Kadaver stehen und hat eine Schlinge am linken Vorderbein. Behörden und Helfer wollen das Tier nun befreien und in Sicherheit bringen.
Jungtier steht neben dem Kadaver der Mutter
Am Morgen des 1. November rückte um 9 Uhr ein Team auf einer Kautschukplantage im Dorf Moo 6 im Tambon Phawa im Landkreis Kaeng Hang Maeo aus. Beteiligt waren Mitarbeiter der Schutzgebietsverwaltung Nr. 2 (Si Racha), des Wildtierreservats Khao Ang Rue Nai und des Nationalparks Khao Sip Ha Chan, der stellvertretende Bezirkschef für Sicherheitsfragen, die Ranger-Einheit Khlong Krok (Thap. 1306), Gemeindeführer und Anwohner.
Vor Ort fanden sie ein weibliches Jungtier von etwa einem Jahr. Es blieb dicht beim Kadaver der Mutter. Bei genauer Betrachtung zeigte sich eine Schlinge am linken Vorderbein.
Behörden wollen Schlinge entfernen
Phitak Yingyong, Leiter der Abteilung für Wildtierschutz im Schutzgebietsamt Nr. 2 in Si Racha, ordnete den Einsatz an. Nach einer Meldung von Ekachai Saendi, dem Leiter des Wildtierreservats Khao Ang Rue Nai, sollten die Einsatzkräfte das Gebiet sofort sichern.
Oberste Priorität hat jetzt die Rettung des Kalbs. Tierärzte und Mitarbeiter sollen so schnell wie möglich die Schlinge lösen und den Zustand des Tieres genau prüfen. Gleichzeitig wird der Kadaver der Mutter untersucht, um die Ursache für ihren Sturz herauszufinden.
Kalb ist laut Untersuchung in gutem Zustand
Bei einer ersten Untersuchung bekam das Jungtier einen Body Condition Score von 4. Das gilt als gut und passt zu seinem Alter.
Auch der Kot des Kalbs enthielt vor allem Reste von wilden Bananenfasern und Gras. Daraus schließen die Behörden, dass das Tier das Abstillen zu lernen beginnt und natürliche Nahrung gut fressen kann.

Schlinge sitzt locker, Team geht behutsam vor
Nach ersten Erkenntnissen sitzt die Schlinge am linken Vorderbein locker und zieht sich nicht eng zu. Sie ist nicht so eng, dass eine schwere Gefahr entsteht.
Trotzdem wollen die Einsatzkräfte äußerst vorsichtig vorgehen. Das Kalb bleibt weiterhin beim Kadaver seiner Mutter, deshalb soll es nicht unnötig gestresst oder verletzt werden.
Aufnahmeplatz steht bereit, Anwohner sollen Abstand halten
Das Schutzgebietsamt und das Reservat Khao Ang Rue Nai haben bereits einen sicheren Ort vorbereitet. Dort soll das Jungtier nach der Rettung versorgt und aufgezogen werden.
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Die Behörden bitten die Bevölkerung, sich dem Einsatzort nicht zu nähern. So sollen der Stress für das Kalb gesenkt und die Einsatzkräfte ungestört arbeiten können.

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