BANGKOK – Thailand führt für sein landesweites Warnsystem per Mobilfunk feste Erdbeben-Schwellen ein. Warnungen werden bei Beben im Land ab Stärke 4, in Südostasien ab Stärke 6 und in der Andamanensee ab Stärke 7 verschickt. Für ausländische Einwohner, Touristen und Langzeitgäste wird damit klarer, wann sie mit offiziellen Meldungen rechnen müssen.
Warnungen ab unterschiedlichen Erdbebenstärken
Das Cell-Broadcast-System soll bei Erdbeben an Land in Thailand ab einer Stärke von 4 alarmieren. Bei Beben in anderen Teilen Südostasiens liegt die Schwelle bei 6, in der Andamanensee bei 7.
Eine Tsunami-Warnung wird ausgegeben, wenn ein Beben mindestens die Stärke 7,6 erreicht und in weniger als 100 Kilometern Tiefe stattfindet.
Wetterdienst verschickt erste Meldung
Der Thai Meteorological Department wird als erste Behörde Erdbebenmeldungen an die Bevölkerung senden. Danach verschickt das Department of Disaster Prevention and Mitigation weitere Warnungen mit Anweisungen zum richtigen Verhalten.
DDPM-Generaldirektor Theerapat Kachamat äußerte sich nach einer Koordinationssitzung. Er sagte, die Behörden beobachteten die seismische Aktivität und die Bewegungen der Verwerfungen weiter.
Thailand überwacht 16 aktive Verwerfungen
Der Wetterdienst betreibt landesweit 111 seismische Messstationen, 55 Stationen zur Erfassung von Bodenbeschleunigungen und 19 Stationen zur Überwachung der Bewegungen tektonischer Platten.
Das Department of Mineral Resources untersucht außerdem regelmäßig die 16 aktiven Verwerfungen Thailands. Die Behörden stellen klar, dass alle 16 Verwerfungen Erdbeben auslösen können.
Verwerfungen verlaufen durch mehrere Regionen
Die Verwerfungen verlaufen durch nördliche Provinzen wie Chiang Rai und Chiang Mai, durch Kanchanaburi im Westen sowie durch südliche Tourismusgebiete wie Phang Nga und Phuket.
Die meisten Erdbeben entlang thailändischer Verwerfungen sind jedoch schwach und beeinträchtigen die Infrastruktur nicht. Auch jüngste Beben in anderen Teilen Asiens hatten keine Auswirkungen auf Thailand.
Hinweise für Bewohner und Besucher
Wer sich in einer Provinz mit aktiven Verwerfungen aufhält, sollte die Anweisungen des Wetterdienstes und des DDPM beachten. Bei Hotels, Wohnanlagen oder Arbeitsplätzen sollten sie gegebenenfalls die Evakuierungsregelungen prüfen.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Lesen Sie auch: Revolut vs. Wise: Der große Thailand-Vergleich 2026
Theerapat forderte eine dauerhafte Aufklärung der Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden und angrenzenden Provinzen. Die Menschen sollen informiert bleiben, ohne in Panik zu geraten.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: