Thailand stoppt Starlink-Monopol

Keine Extrawurst für Elon Musk! Thailand verweigert Starlink die Alleinherrschaft und verlangt die Abgabe der Firmenmehrheit.

Thailand stoppt Starlink-Monopol
Photo by Bernd 📷 Dittrich on Unsplash

BANGKOK – Starlink soll in Thailand nicht mit einer vollständig ausländischen Eigentümerstruktur starten dürfen. Digitalminister Chaichanok Chidchob verlangt eine thailändische Mehrheit von mehr als 50 Prozent und verweist auf Chancen für heimische Telekom- und Satellitenunternehmen.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Minister verlangt 51 Prozent für Thailand

Chaichanok sagte am 20. August, Starlink könne in Thailand nur unter einer Struktur mit 51 Prozent thailändischem und 49 Prozent ausländischem Kapital zugelassen werden. Eine hundertprozentige Beteiligung ausländischer Anteilseigner lehnt er ab.

Bei einer vollständigen ausländischen Kontrolle könnten andere Anbieter nach Einschätzung des Ministers kaum gegen Starlink bestehen. Dabei gehe es um Daten, Preise, Qualität und Produktionskapazitäten sowie um künftige Chancen für thailändische Unternehmen.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Foreign Business Act setzt den Rahmen

Die Regierung beruft sich auf den Foreign Business Act aus dem Jahr 1999. Danach gilt ein in Thailand registriertes Unternehmen als ausländisch, wenn Ausländer mindestens die Hälfte des Kapitals halten.

Chaichanok sagte, die Regierung halte deshalb an einer thailändischen Mehrheit fest. Er verwies außerdem auf Fragen zu Daten und Sicherheit, die bei einer vollständig ausländischen Eigentümerstruktur berücksichtigt werden müssten.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Technologietransfer könnte Zugang erleichtern

Eine andere Lösung sei möglich, wenn Starlink Technologie nach Thailand überträgt und einen thailändischen Partner in den Betrieb einbindet. Unter diesen Bedingungen könne er eine solche Lösung akzeptieren.

Eine Beteiligung von 100 Prozent für Starlink könne er dagegen nicht erlauben, sagte Chaichanok. Er schütze nicht Technologie oder Fortschritt, sondern Thailands künftige Chancen im Markt.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Weltraumausschuss berät über neue Regeln

Das Thema kam auch bei der ersten Sitzung des National Space Policy Committee in diesem Jahr am 17. August zur Sprache. Besprochen wurden die Landerechte ausländischer Satellitenbetreiber und ein Entwurf für ein Weltraumwirtschaftsgesetz.

Auch bei diesen Beratungen zeichnet sich weiter eine Regelung ab, nach der thailändische Unternehmen die Mehrheit halten sollen.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Thailand will eigene Infrastruktur behalten

Im Vergleich zum staatlichen Unternehmen National Telecom verwies Chaichanok auf unterschiedliche Aufgaben. Die Regierung wolle kein Satellitenkommunikationssystem aufbauen, das direkt mit globalen Anbietern konkurriert.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Thailand solle aber über eine eigene Infrastruktur verfügen, auf die das Land in Notfällen zurückgreifen kann oder wenn externe Anbieter ihren Dienst einstellen. Das Interesse an Starlinks Einstieg in Thailand lebte erneut auf, nachdem der Dienst am 13. August in Vietnam kommerziell gestartet war.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Starlink wartet weiter auf Markteintritt

In Thailand bietet Starlink der Öffentlichkeit weiterhin keinen kommerziellen Dienst an. Online wird deshalb gefragt, was den Start des Satelliteninternets bislang verhindert; die Eigentümerstruktur gilt dabei wiederholt als einer der Streitpunkte.

Die Regierung hält damit vorerst an einer thailändischen Mehrheitsbeteiligung fest.

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Thaiger

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.