Grenz-Großeinsatz in Chanthaburi: 13 Ausländer festgenommen

Dreizehn Ausländer sind bei einer illegalen Grenzüberquerung in Chanthaburi in die Falle getappt. Ein Schleuser wartete bereits mit einem Pickup auf die Gruppe. Was droht den Festgenommenen nun?

Grenz-Großeinsatz in Chanthaburi: 13 Ausländer festgenommen
KhaoSod

Chanthaburi, Thailand – Thailändische Marinesoldaten und die örtliche Polizei nahmen am 16. Mai an der Grenze insgesamt 13 kambodschanische Migranten fest. Ermittler fanden außerdem einen 54-jährigen Fahrer und drei weitere Begleiter, die den Transport organisiert haben sollen; die Behörden leiteten rechtliche Schritte ein.

Neun Migranten im Wald erwischt

Eine erste Gruppe von neun Kambodschanern wurde gegen 17:30 Uhr gefasst, als sie bewaldetes Gelände nahe Grenzmarkierung 53 im Unterbezirk Thep Nimit, Bezirk Pong Nam Ron, überquerten.

Die Gruppe bestand aus fünf Männern und vier Frauen und war ohne Reisepässe aus den Provinzen Banteay Meanchey und Battambang eingereist; sie sagten, sie suchten Arbeit in Chanthaburi, Rayong und Chon Buri wegen fehlender Jobs und harter wirtschaftlicher Bedingungen.

Fahrer im Pickup stellt weitere vier

Später am selben Tag entdeckten Beamte den 54‑jährigen Noom, der in einem Pickup am Waldrand wartete, und nahmen ihn zusammen mit vier weiteren Kambodschanern fest.

Nach Angaben der Ermittler sollte Noom die vier Personen abholen und an ihr Ziel transportieren; ein kambodschanischer Vermittler hatte die Route organisiert und 5.000 Baht pro Person verlangt.

Weg über natürliche Routen und Vermittler

Die Migranten waren über natürliche Wege nach Thailand gebracht worden, offenbar mit genauen Koordinaten, die der Vermittler geliefert hatte.

Der Transport zielte auf den Bezirk Wang Sombun in der Provinz Sa Kaeo; Ermittler sehen Vermittler und Fahrer als zentrale Teile des Netzwerks.

Polizei leitet Verfahren gegen alle Beteiligten ein

Die Behörden haben nach den Festnahmen rechtliche Schritte gegen alle Beteiligten eingeleitet, wie lokale Medien berichteten.

Ermittlungen richten sich nach Angaben der Polizei gegen Vermittler, Fahrer und die Migranten selbst, um die Rolle jedes Einzelnen zu klären.

Rückführung von 635 Thailändern aus Kambodscha

Bereits am 30. April kehrten 635 thailändische Staatsbürger aus Kambodscha über den Grenzübergang Ban Khlong Luek zurück, nachdem dort Razzien gegen Online-Betrugsnetzwerke erfolgt waren.

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ZUM ANGEBOT

Die erste Gruppe von 350 Personen überquerte die Grenze um 16:50 Uhr, weitere 285 folgten um 18:20 Uhr; jeder Rückkehrer wird auf Reisehistorie, Arbeitsverhältnisse und mögliche Verbindungen zu Betrügernetzwerken in Callcentern, Glücksspiel und Menschenhandel überprüft.

Behördenwarnung und Hilfsmaßnahmen

Die Beamten forderten thailändische Staatsbürger, die im Ausland festsitzen, auf, sich über offizielle Kanäle an die Botschaften zu wenden, und erklärten, dass noch weitere Landsleute in Kambodscha vermutet werden.

Opfer erhalten Unterstützung, während Personen mit nachgewiesenen kriminellen Aktivitäten mit Strafverfolgung rechnen müssen; gegen mindestens einen Rückkehrer lag bereits ein offener Haftbefehl vor.

Letzter Stand der Maßnahmen

Die Ermittlungen und Überprüfungen laufen weiter: Polizei und Militär prüfen Reisewege, Beteiligungen und mögliche Verbindungen zu kriminellen Netzwerken, während die rechtlichen Schritte gegen die Festgenommenen fortgesetzt werden.

Die Rückkehrer aus Kambodscha werden weiterhin auf ihre Verbindungen zu kriminellen Aktivitäten überprüft, und die Behörden setzen ihre Bemühungen fort, Opfer zu unterstützen und Täter strafrechtlich zu verfolgen.

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Quelle: Thaiger

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