HONGKONG – Bei zwei Razzien gegen mutmaßliche Prostitution hat die Polizei in Hongkong insgesamt acht thailändische Frauen festgenommen. Die Einsätze im Bezirk Sham Shui Po erfolgten am 28. und 29. Juni. Zeitgleich deckten Ermittler in Taiwan einen Prostitutionsring mit 16 Thailänderinnen auf.
Codename „Ling Yi“ – sechs Thailänderinnen am Sonntag verhaftet
Am 29. Juni gegen 16 Uhr startete die Polizei die Operation „Ling Yi“ im Bezirk Sham Shui Po. Zuvor hatten die Beamten ein Gebäude observiert, das als mutmaßlicher Bordellbetrieb galt.
Bei der Razzia nahm die Polizei sechs thailändische Frauen fest. Eine 50-Jährige soll laut Polizei die Räumlichkeiten für Prostitution bereitgestellt haben, die fünf anderen Frauen im Alter von 26 bis 40 Jahren hielten sich mutmaßlich illegal in Hongkong auf.
Kondome, Gleitmittel und Massageöl sichergestellt
Die Beamten beschlagnahmten Kondome, Gleitmittel, Massageöl und Handtücher. Die Frauen reisten mit thailändischen Pässen als Touristinnen oder Kurzzeitbesucher ein.
Die Polizei warf ihnen vor, gegen die Aufenthaltsbestimmungen verstoßen zu haben. Details zu den Visumkategorien nannte die Behörde nicht.
Zwei weitere Frauen bereits am Samstag in Handschellen
Bereits einen Tag zuvor, am 28. Juni, hatten Polizisten im selben Bezirk zwei weitere thailändische Frauen festgenommen. Auch sie waren Teil der laufenden Ermittlungen zu mutmaßlicher illegaler Prostitution.
Die genauen Vorwürfe der Polizei blieben jedoch unklar. Die Behörde machte zu den Tatverdächtigen keine weiteren Angaben.
Parallelen zu Taiwan: Freundin rekrutierte 16 Thailänderinnen
Nur kurz zuvor nahm die Polizei in Taiwan einen einheimischen Mann fest, der einen Prostitutionsring mit 16 thailändischen Frauen betrieben haben soll. Seine eigene Freundin fungierte laut Ermittlern als Übersetzerin und rekrutierte die Frauen für Sexarbeit in Taiwan.
Auch in Hongkong deutete die Polizei an, die Ermittlungen gegen mögliche Hintermänner auszuweiten.
Polizei bleibt hartnäckig – Warnung an Personen mit zweckentfremdeten Visa
Die Sham Shui Po police kündigte an, die Durchsetzungsmaßnahmen konsequent fortzusetzen. Wer sein Visum zweckentfremdet oder gegen Einwanderungsbestimmungen verstößt, riskiere künftige Reiseunterlagen und Einwanderungsanträge, warnte ein Sprecher.
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Die Polizei von Hong Kong gab an, dass die Operationen in Sham Shui Po fortgesetzt werden. Die Behörden beschlagnahmten bei den Einsätzen Kondome, Gleitmittel, Massageöl und Handtücher.



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