BANGKOK, THAILAND – Die Polizei hat in Bangkok fast 2.000 Kilogramm Crystal Meth in einem Pickup entdeckt, der gerade auf eine Fähre nach Koh Samui verladen wurde. Vier Verdächtige wurden festgenommen, die Ermittler rollen nun ein mutmaßlich wiederholt genutztes Schmuggelnetzwerk auf.
Großfund am Fährpier in Bangkok
Beamte der Drogenfahndung stellten am Freitagmorgen am Seahorse Ferry Bangkok Pier (Saengthong Rice Pier) an der Rat Burana Road einen verdächtigen Pickup fest, als dieser auf eine Fähre verladen wurde.
Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten nahezu 2.000 Kilogramm Crystal Meth, die in der geschlossenen Ladebox des Fahrzeugs verpackt und versteckt waren.
Vier Festnahmen nach erster Kontrolle
Direkt am Pier nahmen die Ermittler den Fahrer und einen mutmaßlichen Komplizen fest, die nur als Natthawat (26) und Mesa (25) identifiziert wurden.
Im Zuge der erweiterten Ermittlungen wurden später zudem Ekkasit (37) und Nopparat (31) in der nahegelegenen Provinz Samut Prakan festgenommen.
Hinweise auf wiederholte Nutzung von Fähren
Polizei-Generalleutnant Archayon Kraithong, Chef des Narcotics Suppression Bureau, erklärte, die Ermittler gingen davon aus, dass das Netzwerk Fähren bereits mehrfach für Drogentransporte genutzt habe.
Nun werde die Struktur hinter der Operation untersucht, um Verantwortliche, Logistik und mögliche weitere Beteiligte zu identifizieren.
Route: Norden und Nordosten, Zwischenlager im Zentrum
Nach Angaben der Ermittler wurden die Drogen aus Nord- und Nordostthailand in Richtung Zentralregion transportiert.
Als Lagerorte nannten die Behörden die Provinzen Phetchabun und Prachin Buri, bevor die Ware weiter Richtung Süden gebracht werden sollte.
Ziel Koh Samui – Endstation der Drogen noch unklar
Die Fähre war auf dem Weg zur Touristeninsel Koh Samui in der Provinz Surat Thani, ein beliebtes Reiseziel im Golf von Thailand.
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Die Polizei prüft derzeit, wohin die Drogen letztlich geliefert werden sollten und ob weitere Übergabepunkte oder Abnehmer im Süden vorgesehen waren.
Schmuggler setzten auf Zeitdruck vor Abfahrt
Laut Polizei nutzten die Täter gezielt das kurze Zeitfenster unmittelbar vor dem Ablegen, um umfassende Kontrollen zu umgehen.
Demnach sollte nach dem Verladen des Fahrzeugs ein Kurier getrennt per Flug in die Zielprovinz reisen, um dort Pickup und Drogen zu übernehmen.
Fährbetreiber weist Beteiligung zurück
Sitthiphon Charoensuk, Sicherheitschef des Fährbetreibers, erklärte, das Unternehmen sei nicht in die Schmuggelaktion verwickelt.
Er betonte, dass Fahrzeuge regelmäßig kontrolliert würden, kündigte aber an, nach dem Fund über strengere Sicherheitsmaßnahmen zu beraten.



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