NAN, THAILAND – Seit mehr als 30 Jahren reißt im Dorf Ban Na Sa im Bezirk Wiang Sa die Flut die Holzbrücke über den Fluss weg. Jetzt haben die Bewohner erneut mit eigener Kraft und eigenem Geld eine provisorische Brücke von über 40 Metern Länge gebaut. Sie fordern vom Staat endlich eine feste Brücke, ein Abgeordneter will das Geld dafür organisieren.
Über 40 Meter Holz für die Felder
Die Dorfbewohner besorgten Material und Geräte selbst und packten gemeinsam an. Die neue Holzbrücke verbindet Ban Na Sa im Tambon Lai Nan mit Ban Tha Li im Gemeindegebiet Tambon Khueng.
Über die Verbindung erreichen Bauern auf beiden Ufern ihre Felder und Anbauflächen. Bricht die Brücke weg, kommen sie nicht mehr zur Arbeit, und auch der Abtransport der Ernte leidet stark.
30 Kilometer Umweg bei jedem Hochwasser
Theerachai Paengsi, Chef der Gemeindeverwaltung von Lai Nan, bestätigt das Muster. Besonders in der Regenzeit sei die Strömung so heftig, dass sie die Holzbrücke regelmäßig beschädige oder zerreiße.
Dann müssen die Bauern auf eine Ausweichroute von über 30 Kilometern. Das kostet Zeit und Sprit und verteuert ihre Arbeit. Dazu kommen jedes Mal Geld, Arbeitskraft und Zeit für den Neubau.
Dorf will eine Brücke für das ganze Jahr
Die Bewohner verlangen eine stabile Brücke, die den Wassermassen der Flutzeit standhält. Sie soll das ganze Jahr nutzbar sein und das Dauerprovisorium beenden, das fast jedes Jahr neu entsteht.
Für die Menschen in Ban Na Sa ist das Problem nichts Neues. Die Last wird seit über 30 Jahren weitergegeben, und sie wollen nicht länger jedes Jahr von vorn anfangen.
Abgeordneter Prasit Nota besucht die Baustelle
Prasit Nota von der Kla-Tham-Partei, Abgeordneter für den Wahlkreis 2 der Provinz Nan, kam ins Dorf. Mit dabei waren der Landrat von Wiang Sa, Thoetboon Silarom, und Choet Inwat, Sekretär des Provinzverwaltungsrats-Chefs von Nan.
Sie sprachen mit den Dorfbewohnern, die an der Holzbrücke bauten, und hörten sich Probleme und Vorschläge an. Die Anliegen will Prasit an die zuständigen Stellen weitergeben, damit eine konkrete Lösung entsteht.
Prasit: Die Brücke ist auch ein Sicherheitsrisiko
Prasit findet es falsch, dass die Dorfbewohner Jahr für Jahr Arbeitskraft und Geld in neue Holzbrücken stecken müssen. Dazu komme das Risiko in der Flutzeit, weil sich die Stärke der Strömung nicht vorhersagen lasse.
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Eine feste Brücke würde nach seiner Darstellung die Fahrtkosten senken und den Transport der Ernte erleichtern. Langfristig bringe sie dem Dorf wirtschaftliche Chancen, später könne sie auch Ausflugsziele und die Kultur der Gemeinde verbinden.
Straßenbauamt hat die Pläne schon gezeichnet
Das Amt für ländliche Straßen hat die Stelle laut Prasit bereits besichtigt und Pläne erstellt, um Haushaltsmittel zu beantragen. Nun müssten die beteiligten Behörden zusammenarbeiten, damit das Geld bewilligt wird.
Prasit will den Bau der festen Brücke so schnell wie möglich durchsetzen.
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