PATTAYA, Thailand – Der Juni lässt Pattayas Bar-Szene bluten. Die Touristenzahlen brechen ein, die Überlebenden unter den Wirten liefern sich eine erbitterte Rabattschlacht. Insider nennen den Sommermonat nur noch den „Monat des Überlebens“.
Monat des Überlebens
Mit Beginn der Nebensaison geht der Besucherstrom spürbar zurück. Viele Bars berichten von stark schwankenden Tageseinnahmen, die Gewinnspanne schrumpft auf ein Minimum.
„Der Juni ist ein echter Monat des Überlebens“, sagen langjährige Barbesitzer. Trotzdem leuchtet jeden Abend die Reklame, dröhnt Musik aus den Boxen – die Stadt stellt den Betrieb nicht ein, auch wenn die Kasse rappeltrocken bleibt.
Gäste filtern hart
Die wenigen Touristen bummeln nicht mehr einfach in die nächste Kneipe. Sie checken vorher Online-Bewertungen, vergleichen die Getränkepreise und hören genau hin, welche Musik die Bar auflegt.
„Früher war der erste Promoter auf der Straße entscheidend, heute scannen die Gäste jede Bar digital“, erklärt ein Insider. Atmosphäre, Service und das gefühlte Preis-Leistungs-Verhältnis bestimmen, wer einen Tisch bekommt und wer leer ausgeht.
Happy Hour wird zur Daueraktion
Die Wirte kontern mit immer neuen Lockmitteln: verlängerte „Happy Hour“-Phasen, Komplettangebote für Drinks, Sonderaktionen für Hotelgäste und Rabatte, die sich fast unter Selbstkosten drücken.
Die Konkurrenz sitzt nur einen Barhocker entfernt. Schon ein kleiner Preisvorteil bei einem Cocktail entscheidet, ob ein Gast rechts oder links einkehrt. Viele setzen auf Stammgäste aus den umliegenden Hotels, andere kämpfen mit immer neuen Ideen um Laufkundschaft.
Gewinne? Nur mit der richtigen Taktik
Für viele Barinhaber sind satte Gewinne im Juni reine Glückssache. Ein verregneter Abend kann die Tageskasse komplett leeren, starke Schwankungen sind normal. Bis die Hochsaison zurückkommt, bleibt nur eines: Sichtbarkeit, blitzschnelle Anpassung an jedes Kundenverhalten und das beste Angebot im richtigen Moment. Wer das nicht im Blut hat, verliert den Überlebenskampf.
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Anpassung an das Kundenverhalten wohl eher nicht, Happy Hour Angebote sind doch bestenfalls Interessant für „Pfennigfuchser“ mit Denen ohnehin nicht das große Geschäft zu machen ist. Das eigentliche Manko liegt darin, dass die Thai’s nicht über das „Stöckchen Stolz“ springen möchten. Kundschaft wird nach wie vor als eine Masse manipulierbarer Goldesel behandelt und dabei einmal mehr übersehen wer der Bedürftige ist. Gerade in einer Gesellschaft wo Hierarchie, basierend auf Sicherheit und Wohlstand eine bedeutete Rolle spielt, erkennen Diese Thai’s ihre Position nicht.