PHUKET – Ein parlamentarischer Ausschuss für Korruptionsbekämpfung hat seine Ermittlungen zu brisanten Landstreitigkeiten auf der Insel verschärft. Strände wurden blockiert, Eintrittsgelder kassiert und geschützte Wälder abgeholzt – jetzt drohen Konsequenzen.
Zweiter Tag vor Ort – die heiklen Strände
Die Delegation unter Vorsitz von Arsapol Sorntraiphop rückte mit Stellvertreter Preeti Charoensilp, Sprecher Thanathan Pramoonpong und dem Volkspartei-Abgeordneten Chalermpong Saengdee an. Nach einem Treffen mit Provinzbehörden im Rathaus inspizierten sie Nui Beach und Freedom Beach.
Anwohner und Touristen hatten sich zuvor massiv beschwert. Der Vorwurf: Zufahrten werden versperrt, Besucher zur Kasse gebeten und Waldflächen plattgemacht.
Nui Beach – blockierte Wege und fragwürdige Landnutzung
Am Nui Beach nahmen die Kontrolleure besonders die gesperrten Zuwege und die Eintrittsgebühren ins Visier. Die Landnutzung läuft dort über das Amt für Agrarreform, das weiter unter rechtlicher Prüfung steht.
Für Touristen, die einfach nur an den Strand wollen, eine klare Zumutung. Das Komitee sammelte vor Ort Belege und Befragungen.
Freedom Beach – 24 Fälle von Waldzerstörung
Noch düsterer sieht es am Freedom Beach aus. 24 registrierte Fälle von Waldrodung und ständige Beschwerden über illegale Mautgebühren und Sicherheitsrisiken ließen die Alarmglocken schrillen.
Während der Monsunzeit kam es bereits zu mehreren Ertrinkungsunfällen. Das Komitee drängte die zuständigen Behörden, Sicherheitsprotokolle zu verstärken und endlich Warnschilder in Risikobereichen aufzustellen.
Neun Parzellen – zwei Titel widerrufen
Das Katasteramt verzeichnet am Freedom Beach neun Grundstücksparzellen. Gerichte haben zwei Eigentumstitel bereits kassiert, weil sie unrechtmäßig vergeben wurden.
Die verbleibenden sieben Titel werden jetzt auf Herz und Nieren geprüft. Anwohner reichten zusätzliche Petitionen zu Landrechten und Nutzungsfragen ein, die das Komitee weiterverfolgt.
15 Tage Frist – dann drohen rechtliche Schritte
Arsapol machte den Behörden eine glasklare Ansage: Sämtliche Unterlagen müssen innerhalb von 15 Tagen zur Analyse vorliegen. Wer trödelt oder vertuscht, muss mit Konsequenzen rechnen.
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Der Vorsitzende kündigte entschlossene rechtliche Schritte gegen jede unrechtmäßige Titelvergabe, Pflichtverletzung oder Gesetzesverstoß an.
"Jedes Grundstück gehört der Nation"
Arsapol stellte unmissverständlich klar: „Jedes Grundstück, das überprüft wird, gehört der Nation und muss nach demselben Standard geschützt werden.“ Der Schutz des öffentlichen Interesses stehe an erster Stelle.
Sein Ziel sei Fairness für alle Beteiligten und die langfristige Sicherung des öffentlichen Zugangs zu den Stränden. Die Botschaft an Landräuber und korrupte Beamte ist deutlich.



Gibt es da keine Verwaltung und Polizei?