PHETCHABURI, THAILAND – In einem Reisfeld in der Provinz Phetchaburi haben Archäologen eine spektakuläre prähistorische Grabstätte freigelegt. Goldringe, Bronzegefäße und sechs riesige Bronzetrommeln lagen dort zusammen mit neun menschlichen Skeletten. Die Funde sind bis zu 2.000 Jahre alt und zeigen erstmals Details zu Rang und Glauben einer längst vergangenen Gesellschaft.
50.000 Baht und eine Überraschung im Boden
Am 27. Juni trat die ganze archäologische Prominenz Thailands im Phra Nakhon Khiri Nationalmuseum vor die Presse. Generaldirektor Phanombut Chantharachot vom Fine Arts Department überreichte den Grundstückseigentümern Kanang und Jen Phetsut 50.000 Baht Entschädigung für Ernteausfälle. Ihr Reisfeld bei Ban Don Phlap hatte sich innerhalb weniger Monate zu einer der ungewöhnlichsten Grabungsstellen des Landes entwickelt.
Chaiyaphon Phuthonglom, Vizegouverneur von Phetchaburi, und Thiwanrat Angkinan, Vorsitzende des Kulturausschusses im Parlament, verfolgten die Ankündigung mit. Anschließend fuhr die Delegation direkt zum Fundort in Tambon Samo Phlue, wo Archäologin Kannika Premjai die bisherigen Arbeiten erläuterte.
Sechs Mahorathuek-Trommeln und eine Kinderbestattung
Seit dem 9. Februar gräbt das Team vom Fine Arts Office 1 Ratchaburi an der Stelle. Schon die oberen Erdschichten gaben Teile einer Mahorathuek-Trommel samt umliegender Töpferwaren preis. Tiefer im Boden steckte eine weitere Trommel mit der Vorderseite nach unten – und gleich daneben menschliche Skelette mit Goldringen an den Fingern, Goldarmreifen, Glasperlen und Bronzeobjekten.

Bislang kamen neun Skelette zum Vorschein. Eines davon gehört vermutlich einem Kind unter zwölf Jahren, auf dessen Körper ein bronzener Gegenstand lag, der wie ein Gong wirkt. Mittlerweile zählen die Archäologen insgesamt sechs Mahorathuek-Trommeln. Auch Tierkiefer von Rindern oder Büffeln tauchten auf, Ober- und Unterkiefer eng beieinander – ein deutlicher Hinweis auf rituelle Tierbeisetzungen zusammen mit den Toten.
Gold, Bronze und die Frage nach dem Status
Die Art der Grabbeigaben überrascht selbst erfahrene Wissenschaftler. Manche Skelette waren mit Bronzegefäßen über dem Kopf bedeckt, eine Bestattungsform, die keineswegs alltäglich war. Dazu fanden sich Goldperlen, Goldanhänger und filigrane Goldohrringe, teils noch an den Knochen haftend.

Der Generaldirektor erklärte, dass die Platzierung der Objekte auf deutliche soziale Unterschiede und aufwendige Bestattungsrituale schließen lasse. Offenbar glaubte die Gemeinschaft an ein Weiterleben nach dem Tod und stattete ihre Toten entsprechend aus. Die Mischung aus Waffenstatus-Symbolen, Schmuck und rituellen Trommeln ist für die Region in dieser Dichte neu.
3D-Scans und eine Reise in die USA
Bevor Funde und Skelette ab Juli geborgen werden, dokumentiert die Gruppe für Informationstechnologie des kulturellen Erbes die gesamte Grube per 3D-Scan. Dann rücken Teams aus Ratchaburi und Prachin Buri zur Bergung an, unterstützt von Wissenschaftlern der Gruppe für Konservierung. Ihr Auftrag: Jedes Stück inventarisieren, sichern und an das Nationalmuseumsamt zur Konservierung übergeben.

Parallel läuft die wissenschaftliche Altersbestimmung. Holzkohleproben aus der Grabung gingen in die USA, Ergebnisse werden in etwa drei Monaten erwartet. Schon jetzt schätzen die Fachleute die Stätte auf 1.500 bis 2.000 Jahre und damit auf die späte Vorgeschichte, bevor in Thailand die historische Zeitrechnung begann.
Was nach der Bergung bleibt
Nach Abschluss der wissenschaftlichen Dokumentation räumen die Archäologen das Gelände und geben das Reisfeld den Eigentümern zurück. Kanang und Jen Phetsut können dann wieder Landwirtschaft betreiben, während die Funde in Museen und Labors ausgewertet werden.
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Für das Fine Arts Department steht fest: Don Yai Thong liefert Schlüsseldaten zu Ritualen, Glauben und sozialer Schichtung einer prähistorischen Gesellschaft. Die archäologische Arbeit wird in den kommenden Jahren neue Einblicke in die frühe Kulturgeschichte der Region ermöglichen.
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Da hätte man eine touristische Attraktion daruss machen können und sollen. Alles nach BKK und dann später wieder sinnlose Pläne touristische Angebote in der Provinz um in den Medien zu sein.