PHUKET – Die Provinzverwaltung durchleuchtet systematisch Firmen, die mutmaßlich als Strohmänner für ausländische Investoren Land in Phuket besitzen. Beamte deckten am Montag bei einer Krisensitzung verdächtige Aktienkonstrukte auf. Jetzt müssen die Bezirke vor Ort helfen, illegale Grundstücksdeals zu enttarnen.
Krisensitzung im Landamt
Am Montag (15. Juni) kam das zuständige Provinzkomitee im Landamt von Phuket zu einem dringenden Treffen zusammen. Den Vorsitz führte Naphat Em-on, Generalinspekteur des Ministeriums für Provinzverwaltung und amtierender Provinzschreiber, der derzeit die Geschäfte des Gouverneurs führt.
Vertreter des Landamts Phuket und der Zweigstelle Thalang präsentierten Ergebnisse ihrer Datenanalyse. Sie hatten mehrere Unternehmen identifiziert, deren Besitzverhältnisse sofort weitere Fragen aufwarfen.
Ausländer dominieren das Firmengeflecht
Bei etlichen Firmen halten ausländische Anteilseigner mehr als 49 Prozent des Stammkapitals – oder sie stellen sogar die Mehrheit der Gesellschafter. Solche Konstruktionen sind häufig ein Alarmzeichen dafür, dass thailändische Nominees nur zum Schein eingetragen sind.
Die Behörden betonten jedoch, dass diese Auffälligkeiten bisher nur einen Anfangsverdacht begründen. Ein rechtswidriges Handeln sei damit noch nicht bestätigt, die Untersuchungen liefen erst an.
Schwellenwerte lösen Tiefenprüfung aus
Fortan unterliegen Grundstückstransaktionen ab 5 Millionen Baht oder Barzahlungen von über 2 Millionen Baht einer verschärften Kontrolle. Die Beamten prüfen dann Einkommen, Beruf und Herkunft der Gelder jedes Käufers.
Besonders kritisch beäugt werden Firmen mit ausländischen Gesellschaftern oder Direktoren – selbst wenn der Kaufpreis unter der Schwelle liegt, müssen sie mit zusätzlichen Nachforschungen rechnen.
Bezirk Mueang Phuket soll Hinweise sammeln
Der Bezirk Mueang Phuket erhielt den Auftrag, sofort mit Dorfvorstehern und lokalen Führungskräften zu koordinieren. Sie sollen Informationen verifizieren, verdächtige Nominee-Konstrukte überwachen und Inspektionen in ihren Gebieten unterstützen.
Ziel ist es, möglichst viele Daten aus erster Hand zu bekommen, um Scheingeschäfte aufzudecken und die wahren Hintermänner zu identifizieren.
Bangkoker Landministerium macht Druck
Bereits am 1. Juni hatte das Landministerium in Bangkok eine landesweite Anweisung erlassen. Alle Provinzen sollten Komitees aus Verwaltungsbeamten, Landämtern, Kommunen und Handelsbehörden bilden, um den Missbrauch von Treuhänderbesitz systematisch anzugehen.
Die Phuketer Untersuchung ist Teil dieser neuen Offensive. Auch Unternehmen, die Land für mehr als ihr Stammkapital kaufen und keine Finanzierungsvereinbarungen vorweisen können, geraten nun ins Visier.
Keine Namen, keine Orte – Behörden halten sich bedeckt
Wie viele Firmen in Phuket aktuell im Fokus stehen, welche Grundstücke betroffen sind und ob bereits formelle juristische Schritte eingeleitet wurden, blieb nach dem Treffen offen. Die Provinzverwaltung nannte keine konkreten Details.
Die Behörden halten sich bedeckt, um die laufenden Untersuchungen nicht zu gefährden. Es ist unklar, ob und wann weitere Informationen veröffentlicht werden.



Wer es bis hierhin immer noch nicht geschnallt hat, der ist doch wirklich selber schuld. Das Thema ist ja lang und breit immer wieder ausgerollt worden. Diese windigen Rechtskonstellationen waren und sind schon immer illegal. Und mit der jahrzehntelangen Duldung ist eben unter den Nationalisten vorbei. Wer nun noch immer nicht gehandelt hat und auf einen legalen Status wechselte, der läuft nun langsam richtig Gefahr alles zu verlieren und Thailand nur noch via Google Earth besuchen zu können.